Teile des Entwicklungszentrums im Angebot - Will PSA Opels Herzstück verkaufen?

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Bestandteil des Sanierungsplans könnte auch ein Teilverkauf des Forschungs- und Entwicklungszentrums von Opel sein.

Der Autohersteller Opel lotet für sein Entwicklungszentrum in Rüsselsheim mögliche Partnerschaften aus. Das Sanierungsprogramm "PACE" könne zusätzlich zu internen organisatorischen Maßnahmen "auch strategische Partnerschaften umfassen". Ob sich dadurch die befürchteten Stellenstreichungen verhindern lassen, blieb unklar.

Medienberichten zufolge denkt der französische Autokonzern PSA darüber nach, sich von Teilen des Opel-Entwicklungszentrums in Deutschland zu trennen. Ein PSA-Sprecher wollte "Spekulationen" nicht kommentieren. PSA und Opel hätten mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Übernahmeangebote vorlegen, heißt es etwa in einem Beitrag der französische Tageszeitung "Le Monde". PSA sei wegen der Verkaufspläne bereits an die französischen Firmen Altran, Akka und Segula sowie die deutsche Ingenieur-Dienstleistungsfirma Bertrandt herangetreten und habe deren Interesse abgeklopft.

In den Bereichen arbeiteten 3980 Angestellte. Wegen des "stark rückläufigen" Volumens von Auftragsarbeiten für den früheren Eigner, den amerikanischen Hersteller General Motors, und im Rahmen der Mitbestimmung gelte es, mit den Sozialpartnern eine Lösung zu finden.

Opel-Chef Michael Lohscheller hatte vor kurzem noch gesagt, dass das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim eine wichtige Rolle im PSA-Konzern übernehmen solle.

PSA teilte zu dem Bericht lediglich mit, dass bislang keine Entscheidungen getroffen worden seien. Ende Mai hatten sich Unternehmen und Arbeitnehmer auf eine Beschäftigungssicherung bis einschließlich Juli 2023 geeinigt. Das Zentrum habe außerdem neue Kompetenzen für den gesamten Konzern zugeteilt bekommen - unter anderem für die weitere Entwicklung der Brennstoffzelle und eine Architektur für leichte Nutzfahrzeuge. Nach bisherigen Plänen sollen dort ungefähr 1000 Stellen wegfallen.

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