Zecken in Baden-Württemberg - Das Risiko für eine FSME-Erkrankung steigt

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Dabei gilt das Land schon als Risikogebiet für die gefährliche Krankheit. Die Experten haben ein Modell mitentwickelt, mit dem sie die Zeckendichte bereits im Winter für den jeweils kommenden Sommer voraussagen können. "Sommerliche Temperaturen und Niederschläge in den letzten Wochen haben zu idealen Bedingungen für Zecken geführt", teilte das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mit.

Seit 2009 untersucht der Wissenschaftler am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München die Ausbreitung und Aktivität des FSME-Virus in Deutschland. Zecken sind Hauptüberträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer viralen Hirnhautentzündung. Innerhalb des ersten Halbjahres wurden 99 FSME-Erkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet. Das Landesgesundheitsamt rechnet allerdings erfahrungsgemäß mit noch mehr Fällen in der zweiten Jahreshälfte. "Es ist nicht so, dass die Bevölkerung hier weniger geimpft ist als in anderen Landkreisen", sagte Helga Hengge vom Gesundheitsamt Ravensburg. Aufklärung, zum Beispiel in Gemeindeblättern, sei wichtig, um die Bevölkerung im Kreis zu schützen.

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