HNA-Vizechef Wang Jian tödlich verunglückt

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Der Mitgründer des chinesischen HNA-Konzerns, Wang Jian, ist in Südfrankreich tödlich verunglückt.

Der Mitgründer und Verwaltungsratschef des chinesischen HNA-Konzerns, Wang Jian, ist tot. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, der 57-jährige Wang Jian sei auf einer Geschäftsreise gestürzt, habe schwere Verletzungen erlitten und sei am Dienstag gestorben. Nach französischen Polizeiangaben stürzte Wang Jian im Dorf Bonnieux nördlich von Aix-en-Provence etwa 15 Meter in die Tiefe.

HNA gehören unter anderem die früheren Swissair-Firmen Gategroup, Swissport und SR Technics.

In den vergangenen Jahren hatte sich der Konzern mit milliardenschweren Zukäufen offenbar übernommen. Wang Jian habe wohl versucht, auf eine Mauer zu steigen, sagte eine Gendarmerie-Sprecherin. Neben Chen Feng, ebenfalls Mitbegründer, stand er an der Spitze des Konglomerats und war zuletzt Vorsitzender des Verwaltungsrats von HNA International. 17,5 Prozent gehören noch dem Land Hessen. Die ersten Ermittlungsergebnisse sprechen demnach für einen Unfall. Es sei möglich, dass er ein Foto machen oder sich fotografieren lassen wollte. Dabei sei er abgestürzt.

Die Chinesen hatten für schätzungsweise 30 Milliarden Dollar (25,75 Milliarden Euro) weltweit Firmen und Immobilien zugekauft, dabei aber einen größeren Schuldenberg angehäuft. Auch der Flughafen Hahn im Hunsrück gehört seit vergangenem Jahr HNA. Jahrelang finanzierten Chinas Staatsbanken bereitwillig die Kauforgien chinesischer Konzerne im Ausland und pumpten immer neue Milliarden nach. Neben HNA sind so zuletzt auch der Immobiliengigant Wanda und der Versicherungskonzern Anbang in schwierige Fahrwasser geraten. "Das ist eine schockierende Nachricht", sagte ein Mitarbeiter in der Finanzabteilung von HNA.

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