KAMPF DER TITANEN: Startschuss zum größten Handelskrieg der Geschichte

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Die USA zetteln einen Handelskrieg von nie gesehener Grösse an: Mit Strafzöllen auf chinesische Produkte provoziert US-Präsident Donald Trump China. Auch von dort sind bereits Vergeltungszölle in Kraft gesetzt worden. Ökonomen warnen vor dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft.

Was halten Sie von Trumps Strafzöllen? "Insbesondere das deutsche Wachstum hängt an der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer". Tippen Sie rechts oben auf die drei Streifen, dann auf das Zahnrad.

Um Mitternacht Washingtoner Zeit traten die Sonderabgaben der USA von 25 Prozent auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft. Die chinesische Reaktion trifft auch deutsche Unternehmen. Die Kritik an Trump wurde am Freitag angesichts der neuen Zölle jedoch lauter. Kurz nachdem US-Zölle auf chinesische Warenimporte im Volumen von 34 Milliarden Dollar am Freitag erhoben wurden, begann China mit Vergeltungsmaßnahmen im selben Umfang. Was das genau bedeutet, ist noch unklar. Angekündigt waren Massnahmen etwa auf Sojabohnen und Schweinefleisch aus den USA. Für die USA wäre das verheerend. Dollar (29 Mrd. Euro). Jobs in 40 Branchen von den chinesischen Vergeltungsmassnahmen betroffen wären. "Es wird befürchtet, dass, egal wie sich der Konflikt weiter entwickelt, europäische Unternehmen zu den Verlierern gehören werden", hieß es. Und im Herbst stehen Kongresswahlen an. Man dürfe nicht die vulgäre Art Trumps angreifen, und der Handelskonflikt sollte nicht zu einem Krieg der Beleidigungen ausarten. Peking reagierte damals auf die von Trump verhängten Abgaben auf Stahl und Aluminium.

Warum führt Trump Sonderzölle ein? Strafzölle sollen die Wettbewerbsfähigkeit von US-Produkten erhöhen.

Wegen des Defizits der USA von mehr als 800 Milliarden US-Dollar im Außenhandel zieht Trump an mehreren Fronten zu Felde, ohne sich an WTO-Regeln zu halten. Das macht den Handelskrieg zwischen den USA und China zur Gefahr für die Wirtschaft anderer Länder - zum Beispiel Deutschland.

US-Präsident Trump hat die ersten Strafzölle gegen China verhängt - Peking antwortete prompt. Die Vereinigten Staaten hingegen exportierten Waren im Wert von 130 Milliarden Dollar in die Volksrepublik.

Wie geht es weiter? "Und dann sind wir, wie bekannt ist, auf weitere 200 Milliarden eingestellt, und nach den 200 Milliarden sind wir auf 300 Milliarden eingestellt". Es wäre sozusagen die Vergeltung der Vergeltung. Zwar gab es schon früher ähnliche Konflikte, doch der jetzige Streit könnte zur Mutter aller Handelskriege werden. Tags zuvor warf China den USA vor, die Weltwirtschaft zu gefährden. Die Angst vor einem Handelskrieg hat bereits die Finanzmärkte durchgeschüttelt: Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI verlor in den letzten Wochen massiv an Wert.

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