"Meister des Lichts": Kameramann Robby Müller gestorben

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Der gefeierte Kameramann Robby Müller (1940 - 2018) ist am Dienstag im Alter von 78 Jahren verstorben, wie die niederländische Tageszeitung "Het Parool" berichtet. Jetzt ist der Niederländer nach langer Krankheit gestorben. Mit Wim Wenders machte Müller 14 Filme.

"Licht" ist dabei ein gutes Stichwort, denn für seine virtuosen Lichteffekte war Müller bekannt.

Mehrere Filme, an denen er mitgewirkt hatte, waren international ausgezeichnet worden. Gemeinsam realisierten sie stilprägende Werke wie "Alice in den Städten", "Der amerikanische Freund" und "Paris, Texas".

Auch in Amerika war die Arbeit des Niederländers hoch geschätzt. Müller drehte mit Jarmusch unter anderem "Down by Law" (1986) und "Dead Man" mit Jonny Depp und mit von Trier "Breaking the Waves" (1996) und "Dancer in the Dark" (2000) mit Björk. Müller versuchte, so weit wie möglich auf künstliche Beleuchtung am Filmset zu verzichten.

"Master of Light" lautete im vergangenen Jahr der Titel einer Ausstellung in der Deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin, die Robby Müller insbesondere auch in wechselnden Kollaborationen mit verschiedenen Regisseuren als ungemein eigenständigen Bildermacher präsentierte. Er litt unter vaskulärer Demenz, die ihm das Sprechvermögen raubte. Besonders durch seine Filme mit den Regisseuren Jim Jarmusch, Lars von Trier und Wim Wenders erlangte er große Bekanntheit.

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