Feld und Wald in Flammen: Munitionsreste explodieren

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Zwar seien die Flammen weitgehend unter Kontrolle, doch es müsse mindestens das gesamte Wochenende weiter gelöscht werden. Es sei eine 1000 Meter Sperrzone eingerichtet worden, so dass die meisten Feuerwehrmänner nur verhindern könnten, dass sich der Brand weiter ausbreite. Nach OZ-Informationen war das Feuer auf dem zehn Hektar großen Feld ausgebrochen, hatte dort mehrere Strohballen entzündet und schließlich auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Einzig speziell geschützte Löschpanzer einer privaten Firma seien im Wald, teilte der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit.

Im Verlauf des Tages sollte zudem ein Polizeihubschrauber die Kräfte am Boden unterstützen und mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern suchen.

Bereits am Dienstag hatte der Minister gemeinsam mit dem Bauernverband dazu aufgerufen, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Extreme Trockenheit begünstigte in den vergangenen Tagen zahlreiche Wald- und Feldbrände im Land. Bei vielen wird Funkenschlag von Ernte-Maschinen als Brandursache vermutet. Das Löschen des Waldstücks sei deshalb so aufwendig, weil immer wieder Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden explodierten. Für die Helfer bestand nach Angaben des Landkreises Lebensgefahr.

Wegen starker Rauchentwicklung sei die Autobahn 14 weiter gesperrt. Zudem sei ein Tanklaster zur Unterstützung hinzugezogen worden. Demnach seien 3,9 Prozent der Landesfläche (90 000 Hektar) betroffen.

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