Salvini will nun auch internationale Schiffe aussperren

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Er werde von seinen EU-Kollegen beim Ministertreffen am Donnerstag in Innsbruck entsprechende Zusicherungen verlangen, kündigte Innenminister Matteo Salvini an.

"Leider haben die italienischen Regierungen der vergangenen fünf Jahre Abkommen unterschrieben (im Gegenzug wofür?), weil alle diese Schiffe Migranten in Italien abladen", kritisierte der Vizepremier in Anspielung auf das am gestrigen Samstagabend mit 106 Flüchtlingen an Bord in Messina eingelaufene irische Armeeschiff Samuel Beckett. "Unter unserer Regierung spielt jetzt eine andere Musik", fügte er hinzu. Bislang hatte er dies nur Schiffen von Hilfsorganisationen untersagt.

Am Rande des Treffens am Donnerstag sind auch Beratungen Salvinis mit seinen Kollegen aus Deutschland und Österreich geplant. Deutschland will bereits in anderen Ländern registrierte Flüchtlinge nach der Einreise binnen 48 Stunden dorthin zurückschicken und dazu bilaterale oder trilaterale Rücknahmeabkommen schliessen. Italien weigert sich bisher, an der deutschen Grenze gestoppte Migranten zurückzunehmen. Statt von Libyen nach Italien überzusetzen, versuchten immer mehr Migranten von Marokko über das westliche Mittelmeer nach Spanien zu gelangen, sagte er der Welt am Sonntag.

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