Thailand startet Rettungsaktion in Höhle: 18 Taucher sollen eingeschlossene Jugendliche befreien

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Die äußerst gefährliche Rettungsaktion für die zwölf in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jungen und ihren Fußballtrainer hat am Sonntag begonnen. Am Sonntagmittag starteten Rettungstaucher einen ersten Versuch.

Das ist deutlich eher, als zunächst angenommen wurde.

Gemäss "Bangkok Post" würden Retter den Gesundheitszustand von drei weiteren Jungen untersuchen.

Vier der Jungen sind gerettet, das bestätigte das thailändische Verteidigungsministeriums.

Die Rettung könnte sich aber auch bis Montag oder noch länger hinziehen.

Sauerstoffmangel und schlechte Wetteraussichten erhöhten den Druck auf die Retter. Sie sollten noch im Laufe des Tages abfliegen. In Südostasien ist gerade Monsunzeit. Der Sauerstoffgehalt in der Kammer liege aktuell bei rund 15 Prozent. Auch das sprach dafür, die Rettungsaktion nicht länger hinauszuschieben. Mindestens zwei Jungen sollen laut Quellen vor Ort bereits im Krankenhaus sein.

In Thailand hat die Rettungsaktion für das in der Höhle eingeschlossene Fußballteam begonnen. Der Betreuer der seit 16 Tagen in der Höhle eingeschlossenen Gruppe werde demnach bei der letzten Gruppe sein. Von zwei Tauchern soll das U-Boot mit dem Kind darin durch das Höhlensystem navigiert werden.

Ein Taucher auf dem Weg mit dem Jungen aus der Höhle.

Gary Mitchell vom British Cave Rescue Council teilte mit, dass die Kinder insgesamt etwa einen Kilometer tauchen müssten. Die Buben sollen in Paaren aus der Höhle geholt werden. Zwar erhielten sie seitdem dringend benötigte Nahrung und Medikamente - vollständig zu Kräften sind sie aber noch nicht wieder gekommen. Insgesamt seien an dem Einsatz 18 Sporttaucher beteiligt, sagte der Provinz-Gouverneur Narongsak Osotthanakorn, der die Aktion auch leitet.

Erst im vergangenen Jahr bat die Regierung von Puerto Rico den Milliardär nach einem verheerenden Hurrikan um Hilfe. Britische Taucher entdeckten sie am Montagabend mehr als vier Kilometer vom Höhleneingang entfernt und sorgten damit weltweit für Erleichterung. Vor der Höhle warten weitere Ärzte, um das Team in Empfang zu nehmen. 13 Krankenwagen und Hubschrauber stehen an zwei Orten bereit, um die Jungen in Krankenhäuser zu bringen.

Als frühestmöglicher Zeitpunkt, wann die ersten Jungen aus der Höhle kommen könnten, wurde der Sonntagabend um 21 Uhr (16 Uhr MESZ) genannt.

Taucher hatten sich am Vormittag auf den Weg zu der Jugend-Fußballmannschaft gemacht. Aber keiner von ihnen verfügt über Taucherfahrung, einige können nicht einmal schwimmen. Da sie in dem schlammigen Wasser praktisch nichts sehen, wurden Taue befestigt, an denen sie sich nach draußen ziehen sollen. Ein Taucher kam dabei ums Leben.

Für die Rettung der Eingeschlossenen gibt es mehrere Szenarien. Mehr als 1000 Journalisten aus aller Welt, die das Drama zum Teil schon seit Beginn verfolgen, mussten die Gegend verlassen. Steigt das Wasser, wird es auch dort eng. Nach neun Tagen in der Höhle waren die Jungen am 2. Juli abgemagert und geschwächt gefunden worden. Denn starke Regenfälle lassen das Wasser in den Gängen ansteigen, eine Rettung würde immer schwieriger. Diese befänden sich in der Nähe des Höhlenausgangs, hiess es.

"Ich bedanke mich für die moralische Unterstützung und entschuldige mich bei den Eltern", schrieb der Trainer in seiner ersten Wortmeldung.

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