Wirtschaft, Handel & Finanzen: Rund 3,5 Millionen Menschen bekommen Post wegen des Rundfunkbeitrags

Einstellen Kommentar Drucken

Rund 3,5 Millionen Deutsche bekommen deshalb nun Post. Das ist auch noch rückwirkend bis zum 1. Januar 2016 möglich. "Wir gehen davon aus, dass dieser blinde Fleck relativ klein ist", erklärte Stefan Wolf, Geschäftsführer des Beitragsservice in einer Aussendung.

Lässt sich eine volljährige Person keiner bereits beim Beitragsservice angemeldeten Wohnung zuordnen, wird per Brief erfragt, ob eine Anmeldung notwendig ist. Doch bald gibt es neue Arbeit: Denn die Daten des Beitragsservices werden zum zweiten Mal mit den Daten der Einwohnermeldeämter abgeglichen. Das ganze Verfahren soll Anfang 2019 abgeschlossen werden.

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag sind im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben. Sie betrugen 7,974 Milliarden Euro. Der Rundfunkbeitrag ist bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt im Monat festgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr (2016) gab es einen kleinen Rückgang um 3,7 Millionen.

Übrigens: Das Bundesverfassungsgericht will in Kürze (am 18. Juli) ein Urteil zum Rundfunkbeitrag sprechen. Die Kläger finden das System ungerecht für Privatleute, die keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk nutzen. Für die kommenden Jahre rechnet der Beitragsservice mit Einnahmen in Höhe von etwas über acht Milliarden Euro.

Insgesamt kommen durch den Rundfunkbeitrag (früher: "GEZ-Gebühr") fast acht Milliarden Euro zusammen, genauer: 7.974.000.000 Euro.

Von 45 Millionen Beitragskonten befanden sich Ende 2017 rund 4,25 Millionen in einem sogenannten Mahnverfahren, 6,8 Prozent weniger als 2016.

Comments