Business: Xiaomi startet enttäuschend an die Börse

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Die Aktien des chinesischen Smartphone-Herstellers verloren am Montag zwischenzeitlich fast 6 Prozent und pendelten sich schließlich 1,2 Prozent unter dem Ausgabepreis ein. Damit liegt die Bewertung also am unteren Ende der angepeilten Preisspanne von bis zu 22 Hong Kong Dollar.

Der weltweit viertgrößte Smartphone-Produzent erlöste bei seinem Börsengang 4,72 Milliarden US-Dollar. Ursprünglich hatte Xiaomi einen Börsenwert von 100 Milliarden US-Dollar angepeilt.

Wegen der Eskalation des Handelskonflikts zwischen China und den USA ist die Stimmung an den Märkten schon länger gedrückt. Die Xiaomi-Aktie sei außerdem in den Sog sogenannter Leerverkäufe geraten, sagte Shen Meng von der Investmentbank Chanson & Co der "Financial Times".

Schon in den vergangenen Wochen hatte sich angedeutet, dass die Nachfrage nach Xiaomi-Papieren gedämpft ist.

Zeitweise gab das Papier in den ersten Stunden des Handels bereits um rund sechs Prozent nach und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Index der dortigen Börse, was allerdings nicht nur am Unternehmen Xiaomi liegen muss: So fällt der Börsengang in eine vom amerikanisch-chinesisch Handelskrieg geprägte Periode, was den schwachen Start zumindest zum Teil erklärt.

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