Erste Kinder verlassen Höhle

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Die Fachleute von Boring Co und SpaceX sollten prüfen, ob sie dabei helfen könnten, die Jungen ins Freie zu bringen. Zwar ist das Wetter seit Kurzem wieder besser, auch haben die Einsatzkräfte bereits mehr als hundert Millionen Liter Wasser aus der Höhle gepumpt.

Bei der Rettungsaktion für die in einer thailändischen Höhle eingeschlossene Fußballmannschaft haben die ersten Buben die Höhle verlassen. Diese Angaben wurden später auf vier Kinder korrigiert.

Vor dem Prachunakroh-Krankenhaus in der knapp 60 Kilometer entfernten Stadt Chiang Rai stellten Arbeiter Planen auf, die Sichtschutz bieten sollten. Ersten Informationen zufolge befinden sich zwei der Buben in schlechtem Gesundheitszustand. In den vergangenen Tagen war es rund um die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non in der nördlichen Provinz Chiang Rai trocken geblieben, doch am späten Samstagabend öffnete der Himmel wieder seine Schleusen.

Auf dem Weg ins Freie mussten die Buben durch schlammiges Wasser, gefährliche Engstellen und Strömungen tauchen. Dem öffentlich-rechtlichen Radiosender gegenüber erklärte Karadzic: "Die Jungs waren unter medizinischer Betäubung, damit sie nicht in Panik geraten". Allerdings: Sie waren nicht komplett betäubt.

Insgesamt seien an dem Einsatz 18 Sporttaucher beteiligt, sagte der Provinz-Gouverneur Narongsak Osotthanakorn, der die Aktion auch leitet. Und so können die ersten rascher nach draußen gelangen als ursprünglich erwartet, wie thailändische Medien spekulieren. Dazu müssten sie an einer Stelle allerdings alleine tauchen und einige der Jugendlichen können noch nicht einmal schwimmen. Die Höhle soll nun durch eine 4,7 Kilometer lange Leitung mit Sauerstoff versorgt werden. Am Freitag war ein Taucher auf dem Rückweg ums Leben gekommen. Sie retteten sich vor den steigenden Wassermassen, indem sie kilometerweit in die Höhle drangen.

Uhr: Die am Sonntagmorgen gestartete erste Phase der Rettungsaktion verlief laut dem Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn vielversprechend: "Wir waren heute schneller als erwartet". "Ich bin froh, dass wir unsere Mission erfolgreich für die ersten vier abgeschlossen haben", sagt Narongsak erleichtert. Die Rettung wird durch schweren "Monsun-Regen" erschwert, berichtet die "Welt". Wie hätten sie sich vorstellen können, was ihnen bevorstand, als sie an jenem Samstagnachmittag des 23. Juli nach dem Fußballtraining ihre Fahrräder vor der Höhle abstellten, um ein kleines Abenteuer zu erleben? Die Rettungsaktion könne mehrere Tage dauern, sagten Verantwortliche.

Zunächst hatten die Einsatzkräfte versucht, einen alternativen Höhlenausgang für die Rettung zu finden.

Die Jungen im Alter zwischen elf und 16 sowie ihr 25 Jahre alter Trainer waren vor zwei Wochen bei einer Erkundungstour von plötzlichem Starkregen überrascht worden. Wenn der Rettungseinsatz nicht sofort anlaufe, würden die Jungen und die Rettungskräfte "die Gelegenheit verpassen". Die ersten Jungen seien von den Rettern durch das Wasser in eine Sicherheitszone gebracht worden und nun auf dem Weg zum Höhleneingang.

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