Kaffee-Imperien: Warum Darboven den Jacobs-Erben adoptiert

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So könnte Darboven seinen Sohn sowie weitere Familienmitglieder ausbooten.

Denn: Der Gesellschafts-Vertrag von Darboven besagt, dass nur ein Familienangehöriger Gesellschafter der Firma sein darf.

"Atti" Darboven hat beim Amtsgericht Blankenese eine Adoption beantragt. Und das soll ausgerechnet der Spross einer anderen deutschen Kaffee-Dynastie sein: Andreas Jacobs.

Daraufhin schrieben Sohn Arthur sowie die beiden Söhne und die Witwe des ehemaligen Mitgesellschafters Herbert Darboven einen offenen Brief an Darboven Senior.

Darbovens Sohn Arthur, der die Firma 2009 im Streit mit seinem Vater verlassen hatte, hält noch 17,5 Prozent.

Mehrere Mitglieder der Familie Darboven bangen um die Zukunft des Hamburger Kaffee-Herstellers Darboven (Marken: Idee Kaffee, Mövenpick, Eilles, Alberto).

Darboven junior: Arthur spricht sich vehement gegen die geplante Adoption aus. "Albert und Edda Darboven verbindet mit Herrn Dr. Jacobs eine langjährige tiefe Freundschaft", heißt es in einer Mitteilung vom Montag. "Es ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, dass Albert Darboven, unser Vater beziehungsweise Onkel, die Führung des Familienunternehmens an Dr". "Aber das ist eine rein familiäre Angelegenheit, die nur uns drei betrifft". "Die Wahrung und langfristige Absicherung meines Lebenswerkes sind meine oberste Pflicht als Unternehmer", erklärte er. Das Verhältnis zu Konkurrenten-Sproß Jacobs sei nicht spontan oder strategisch entstanden: "Es ist kein Geheimnis, dass wir Herrn Dr. Jacobs nicht nur privat verbunden sind, sondern ihn auch als einen herausragenden Unternehmer schätzen, der unser volles Vertrauen genießt".

In einem offenen Brief, der BILD ebenso vorliegt wie ein Dokument zum Adoptionsverfahren, fordern Arthur, Arndt und Behrendt Darboven den Patriarchen auf, von seinen Plänen Abstand zu nehmen. Das Unternehmen sei profitabel mit einem Gewinn nach Steuern von zuletzt 15,8 Millionen Euro und die Geschäftsentwicklung sei positiv.

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