Thailand: Neunter Junge aus Höhle gerettet

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Am Dienstag sollen die verbliebenen vier Eingeschlossenen und ihr 23-jähriger Trainer nach mehr als zwei Wochen rausgeholt werden.

Vier der Jungen waren im Zuge der riskanten Rettungsaktion am Sonntag, vier weitere am Montag aus der überschwemmten Höhle befreit worden.

Vier aus der Höhle in Thailand gerettete Jungen sind nach Angaben des Chefs der Rettungsmission in ärztlicher Behandlung. Der Wasserstand ist dort niedriger und sie können teilweise laufen anstatt zu tauchen. Seit Sonntag gelang es den Tauchern nach und nach, acht Burschen in Sicherheit zu bringen.

Die örtlichen Medien sprechen laut dem TV-Sender BBC jedoch von sechs geretteten Jungen.

Wieviele sind noch in der Höhle? Das Team aus zwölf Jungen und einem erwachsenen Betreuer war bei einem Ausflug in die Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non von den Wassermassen überrascht worden. Die Rettung wird durch schweren "Monsun-Regen" erschwert, berichtet die "Welt". Sie hätten das Gericht, das aus gebratenem Schweinehackfleisch mit Thai-Basilikum und Reis besteht, aber nicht bekommen: Die pikante Speise sei noch zu scharf für ihre geschwächten Mägen.

"Keiner der acht Jungen hat heute Fieber", sagte Jesada Chokedamrongsuk vom Gesundheitsministerium vor Journalisten im Krankenhaus von Chiang Rai im Norden Thailands.

Im Höhlendrama von Thailand wächst nach über zwei Wochen Zittern und Bangen die Hoffnung auf ein glückliches Ende.

Die behandelnden Ärzte in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai berichteten am Dienstag von "minderschweren Lungen-Infekten" bei zwei Kindern. Insgesamt sind mehr als tausend Retter im Einsatz. Schlechte Wetteraussichten hatten zuletzt den Druck erhöht. Damit wären dann zehn Kinder gerettet.

Die Rettungsaktion werde in 10 bis 20 Stunden fortgesetzt, hieß es - demnach also frühestens gegen 2.00 Uhr am Montagmorgen deutscher Zeit. In dieser Zeit sollten die Atemluftvorräte in der Höhle aufgefrischt werden.

"Wir hatten uns alle möglichen Katastrophenszenarien ausgemalt - Ausrüstung, die kaputt geht, und Kinder, die in Panik geraten, ertrinken und wiederbelebt werden müssen", sagte er der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Später starb ein anderer Taucher, der Sauerstoff in die Höhlen transportierte.

Am Höhlenausgang standen Rettungswagen bereit, die ersten Geretteten wurden sofort per Krankenwagen und Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Sie seien jedoch nicht vollständig anästhesiert gewesen. Ein Insasse müsse nicht schwimmen oder mit Sauerstoffflaschen umgehen können. Mit den Jungen sollen am Dienstag auch ein Arzt und drei Taucher der thailändischen Eliteeinheit Navy Seals die überschwemmte Höhle verlassen. "Sie sind alle gesund", sagte Osottanakorn. Nach Angaben des Leiters des Rettungsteams, Narongsak Osottanakorn, waren sie hungrig und haben im Spital nach gebratenem Reis gefragt. Innenminister Anupong Paojinda betonte, dass sie nach der ersten Rettungsaktion eine angemessene Pause bräuchten und ihre Sauerstoffvorräte wieder auffüllen müssten.

"Ich bin froh, dass wir unsere Mission erfolgreich für die ersten vier abgeschlossen haben".

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