Ex-Mitarbeiter erhebt schwere Vorwürfe gegen Tesla

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Laut einem Ex-Mitarbeiter soll Tesla fehlerhafte Batterien und als Schrott deklarierte Teile in seinen Fahrzeuge verbauen. Auch habe Tesla wöchentliche Produktionszahlen des Model 3 zeitweise geschönt. Weder die Börsenaufsicht noch Tesla wollten sich bisher zu dem Bericht äußern.

Tripp reagierte mit den schweren Vorwürfen auf ebenso schwere Vorwürfe gegen ihn.

Laut Medienberichten standen Musk und Tripp auch in regem E-Mail-Kontakt, dabei sollen sie sich gegenseitig als "schreckliche" Menschen bezeichnet haben, wie die "Washington Post" berichtet. Tripp wirft Tesla vor, schlecht verarbeitete Batterien in die Autos eingebaut zu haben und warnt von einem hohen Brandrisiko.

Tripp behauptet, die Klage gegen ihn sei Teil einer Kampagne, mit dem Tesla ihn diffamieren wolle.

Tripp, der mehrere Monate in der "Gigafactory" im US-Bundesstaat Nevada gearbeitet und Zugang zu sensiblen Daten hatte, sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Tesla hingegen meint, dass Martin Tripp aus Frust über eine verweigerte Beförderung gehandelt habe.

Gegenüber CNN bezeichnete Martin Tripp sich selbst als Whistleblower. Die SEC hat seit der Einführung ihres Whistleblower-Programms im Jahr 2011 mehr als 266 Millionen US-Dollar an diese Tippgeber ausgezahlt.

In einem spektakulären Fall hat die Kanzlei Meissner Associates schon einmal einen Whistleblower vertreten: So zahlte die SEC einem ehemaligen Angestellten des Saatgutriesen Monsanto 22 Millionen Dollar für Hinweise auf eine falsche Buchführung des Konzerns.

Tatsächlich hatte Tesla in der Vergangenheit bei der Batterieproduktion immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Ingenieure berichteten laut CNBC, Tesla sei von einer qualitativ hochwertigen Massenproduktion noch weit entfernt. Tesla hatte diese Aussagen energisch dementiert.

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