Altersarmut: Jede zweite Rente unter 800 Euro

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Demnach bezogen Ende 2016 rund 8,6 Millionen Rentner (48 Prozent) weniger 800 Euro monatlich - noch vor Abzug von Steuern.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann ist dennoch alarmiert.

Die Angst vor der Altersarmut treibt zukünftige Rentner um, doch Zahlen des Arbeitsministeriums zeigen, dass Rentner schon heute wenig Geld in der Tasche haben. Dies berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Donnerstag unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Dieser Anteil liegt den Angaben zufolge um circa 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Gut 11,3 Millionen (62 Prozent) Rentner bekamen weniger als 1000 Euro.

Das Ministerium legt in dem Bericht aber Wert auf die Feststellung, dass die Rentenhöhe für sich genommen nur eingeschränkt Hinweise auf die Einkommenssituation im Alter liefert. So würden weitere Einkommen nicht berücksichtigt, etwa die anderer Personen im Haushalt.

Die Linken-Expertin Zimmermann zeigt sich laut dem Zeitungsbericht trotzdem beunruhigt. Mit Blick auf die Zukunft werde sich die Lage weiter verschärfen. Die Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor. "Die Biografien künftiger Rentengenerationen werden anders aussehen als die heutiger Rentnerinnen und Rentner". Dem Bericht zufolge sind bei den Zahlen die Sozialversicherungsbeiträge schon abgezogen, nicht allerdings die Steuern.

Nach vorläufigen Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung für das vergangene Jahr bezogen 2,7 Prozent der Männer und Frauen in Deutschland oberhalb der Regelaltersgrenze eine Altersrente, die durch die staatliche Grundsicherung aufgestockt wurde.

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