Studie: E-Zigaretten erhöhen Blutdruck und Herzfrequenz

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E-Zigaretten gelten als gesündere Alternative zu Glimmstängeln. Doch immer mehr Studien zeigen, dass auch die elektrischen Zigaretten gesundheitsschädlich sind.

Über die Auswirkungen von E-Zigaretten auf die Gesundheit gibt es widersprüchliche Aussagen. Befürworter der E-Zigaretten nennen oft die vermeintlich geringere Gesundheitsbelastung im Vergleich zum Rauchen herkömmlicher Zigaretten als Argument. Die Forscher befürchten, dass der regelmäßige Konsum von E-Zigaretten Herz und Kreislauf auf Dauer in ähnlicher Weise schaden könnte wie Tabakrauchen.

Auch die Herzfrequenz wurde durch die Nikotinzufuhr erhöht: Während der Puls bei der konventionellen Zigarette über 30 Minuten erhöht war, blieb die Beschleunigung nach der Inhalation des Liquids aus der E-Zigarette 45 lang Minuten bestehen.

Nun haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in einer aktuellen Studie festgestellt, dass der systolische Blutdruck und die Herzfrequenz beim Konsum von E-Zigaretten unter Verwendung nikotinhaltiger Liquide noch stärker steigen können als beim "normalen" Rauchen. Er teilte 15 gesunde Probanden in drei Gruppen, in denen sie den Rauch einer konventionellen Zigarette oder den Dampf einer E-Zigarette inhalierten. Nur eine Hälfte der E-Zigaretten enthielt Nikotin, die andere Hälfte war nikotinfrei.

Während des Dampfens beziehungsweise Rauchens sowie nach zwei Stunden untersuchten Franzen und sein Team die Organfunktionen der Teilnehmer. Raucher haben jedoch auch ein erhöhtes Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die nicht (allein) mit den Schadstoffen im Rauch, sondern auch mit dem Nikotin in Verbindung gebracht werden.

Lübeck - Der Konsum einer nikotinhaltigen E-Zigarette führte in einer randomisierten Studie in Vascular Medicine (2018; doi: 10117/1358863X18779694) zum vorübergehenden Anstieg von systolischem Blutdruck und Herzfrequenz, die länger anhielten als nach dem Rauchen einer konventionellen Zigarette.

Fazit: Keine gesündere Tabak-Alternative!

Die E-Zigaretten enthielten in einer Gruppe 24 mg/ml Nikotin, in der anderen Gruppe waren sie nikotinfrei. "Diese Befunde können mit einem erhöhten langfristigen kardiovaskulären Risiko verbunden sein", so die Forscher weiter. Damit fiel die Veränderung bei den E-Zigaretten-Nutzern noch größer aus als bei den Tabakkonsumenten. Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken, welche die Dampfgeräte bergen, helfen sie oftmals auch nicht bei der Rauchentwöhnung. Nach einer gesünderen Zigaretten-Alternative klingt das nicht!

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