Übernahmepoker - Britische Regierung: Fox dürfte Bezahlsender Sky übernehmen

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Heißes Match um den europäischen Bezahlsender Sky, der auch in Österreich aktiv ist.

Im Bieterwettstreit um die britische Bezahlsendergruppe Sky hat der weltgrößte Unterhaltungskonzern Comcast sein Angebot erhöht und den Medientycoon Rupert Murdoch übertrumpft. Dadurch stieg die Bewertung von Sky auf etwa 29,4 Milliarden Euro. Sky Österreich hat 400.000 Kunden, sicherte sich gerade erst die Rechte an der heimischen Bundesliga ab der kommenden Saison.

Nächste Runde im Bieterkampf zwischen dem britischen Medienimperium Fox und dem amerikanischen Kabelnetzbetreiber Comcast. Wie entschlossen Comcast ist, auf der anderen Seite des Atlantiks zuzuschlagen, zeigte nun die Geschwindigkeit des jüngsten Gegenofferts. In einem größeren Rahmen wirft der Kampf um Sky ein Schlaglicht darauf, wie traditionelle Medienkonzerne mit Milliardeninvestitionen Netflix, Amazon und anderen Internetgrößen Paroli bieten wollen. Medienmogul Murdoch will tief in die Taschen greifen, Comcast noch tiefer. Der Wert des geplanten Geschäfts wird auf mehr als 70 Milliarden Dollar geschätzt. Fox besitzt bereits 39 Prozent an Sky und bemüht sich schon lange um eine Komplettübernahme.

Murdoch hatte bereits angekündigt, nach einer Übernahme von Sky den Nachrichtensender Sky News an Disney weiterzureichen, um Bedenken der britischen Aufsichtsbehörden entgegenzutreten. An diesem Donnerstag will die Regierung bekanntgeben, ob sie eine Übernahme genehmigen würde.

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