Abstimmungsprobleme: Leiterin von Özils Ex-Schule wehrt sich gegen Vorwürfe

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Die Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld habe einen geplanten Besuch von ihm abgesagt, nachdem er an der Seite des türkischen Präsidenten für Fotos posiert hatte. Zunächst hätten ihn seine Partner im Stich gelassen, dann sagte auch noch seine Schule ab. "Um ehrlich zu sein, schmerzt das". "Kick fair" ist das bekannteste Projekt, das gerade einen bundesweiten Integrationspreis gewonnen hat.

Die Leiterin von Mesut Özils früherer Schule, Maike Selter-Beer, hat sich am Sonntag gegen Vorwürfe des ehemaligen Fußball-Nationalspielers gewehrt. Gegenüber dieser Zeitung begründet sie den ausgefallenen Besuch kurz vor der WM mit Terminproblemen: "Es hätte einen Termin in den Pfingstferien geben sollen, aber da wären ja auch keine Schüler dagewesen". Gestern hatte Mesut Özil seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft bekanntgegeben. Man sehe ihn als ehemaligen Schüler und Förderer, nicht als politischen Menschen. Özils Management hätte man mitgeteilt, dass die Schule Angst vor den Medien nach dem Erdogan-Foto hätte - insbesondere wegen der starken Präsenz einer rechten Partei in der Stadt. Mit dem Anwalt von Özil habe sie einen neuen Besuchstermin für August/September vereinbart; darauf freue man sich.

Wie die "WAZ" aus anderer Quelle erfahren haben will, gab es jedoch auch Terminangebote von Özil vor den Pfingstferien. Kurz vor der Terminabsage im Mai habe es zudem eine interne Schulleitungssitzung zum Thema gegeben.

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