Forscher: "Nahrung mit Vitamin D anreichern"

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Fehlt es, kann es auch zu Erkrankungen der Knochen oder der Muskulatur kommen - "es geht auch um Atemwegsinfekte, die durch Vitamin D reduziert werden können, Schwangerschaftskomplikationen". Einige Länder haben bereits eine Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D umgesetzt. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit empfiehlt der Grazer Mediziner die Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D auch für Österreich als eine "notwendige und geeignete Maßnahme, um vielen Menschen die negativen gesundheitlichen Folgen eines Vitamin-D Mangels zu ersparen", so Pilz, der auf eine politische Diskussion hofft. "Unser Lebensstil, der mit einer geringen Sonnenlichtexposition einhergeht, ist hauptverantwortlich für diesen mitunter sehr gefährlichen Mangel", so Pilz. Denn Vitamin D kann nur zu einem geringen Teil als Nahrungsbestandteil von u.a. Fettfischen, Milchprodukten oder Speisepilzen aufgenommen werden, wo es nur in geringen Konzentrationen zu finden ist. Weil viele zu wenig Sonnenlicht ausgesetzt seien, um ihren Bedarf zu decken, fordert ein Grazer Mediziner nun die Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D. "Rund 80 Prozent des Bedarfs werden mit Hilfe von UVB-Strahlung vom Körper selbst gebildet", schilderte Pilz. "Steroidhormone im gesamten Körper und steuert dort viele Gene", führte Pilz aus.

Vitamin D ist unter anderem für das Immunsystem oder auch die Hormone verantwortlich. Die Förderung eines gesünderen Lebensstils mit mehr Outdoor-Aktivitäten und optimaler Ernährung sei definitiv gerechtfertigt, werde den Vitamin-D-Mangel alleine aber nicht beseitigen, und es müssten auch mögliche Nebenwirkungen wie Hautkrebs mitbedacht werden, so die Autoren der Studie. Auch in Finnland begann die Politik damit, Lebensmittel mit dem Vitamin anreichern zu lassen, was laut den Experten gut akzeptiert wurde und dabei half, Vitamin-D-Mangel in der Bevölkerung vorzubeugen. In Finnland habe dies dazu geführt, "dass es in der finnischen Bevölkerung nahezu keine Menschen mehr gibt, welche einen Mangel mit Werten des Hydroxyvitamins D unter 12 ng/ml haben".

S. Pilz, W. März.

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