Arbeitslosigkeit im Juli: Sommerpause bringt leichten Anstieg

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Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück: Im Juli sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 193.000 auf 2.325.000.

Das sind 239 Personen oder 1,6 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.

Trotz einsetzender Sommerflaute bleibt die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter auf Rekordtief. Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, erkennt darin den saisonüblichen Effekt.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach aktuellsten Daten des Statistischen Bundesamtes im Juni bei 44,94 Millionen - das ist ein Plus von 28.000 gegenüber dem Vormonat. Hier waren im Vorjahresmonat 5.002 Personen arbeitslos gemeldet. Andererseits suchen viele gerade ausgebildete junge Fachkräfte einen neuen Arbeitgeber.

Arbeitgeber haben 353 Stellenangebote im Juli aufgegeben (Juli 2017: 460).

Die Arbeitslosenquote von Juli lag zugleich unter der des Vorjahres. Es seien 2,325 Millionen Menschen jobsuchend gemeldet gewesen, teilte die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mit.

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl im Juli ist üblich, in diesem Jahr fiel er leicht unterdurchschnittlich aus. Die Stadt Straubing bildet mit einer Quote von 4,2 Prozent das niederbayerische Schusslicht. Im Juli lag die Arbeitslosenquote bei 6,2 Prozent. Sie ist gegenüber dem Vorjahr um fünf gestiegen. Allein 215 Jugendliche kommen nach ihrer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit, teilweise auch aus Betrieben, die über Bedarf ausbilden.

Die Linken-Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann kritisierte hingegen, dass nach wie vor zu wenig "gute Arbeit" vorhanden sei. Mit 1490 Langzeitarbeitslosen beträgt ihr Anteil an allen Arbeitslosen 46,8 Prozent. Im Juli waren 823.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 72.000 mehr als vor einem Jahr. "Daher steigt die Zahl junger Arbeitsloser unter 25 in dieser Zeit immer sprunghaft an".

Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent.

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