Dürre und Hitze setzen deutschen Landwirten zu

Einstellen Kommentar Drucken

Und die schlug direkt Alarm.

Viele Bauern brauchen jetzt eine schnelle Unterstützung. "Von der Ernte lebt eine ganze Familie" und da wisse man nicht, wie diese in diesem Jahr aussehe, sagte die CDU-Politikerin. Dies ist möglich, wenn Schäden von "nationalem Ausmaß" festgestellt werden.

In Berlin kommen am Dienstag Experten des Bundesagrarministeriums und der Länder zusammen, um eine "erste Bestandsaufnahme" der Schäden vorzunehmen.

Die Lage auf deutschen Äckern und Weiden, in Scheunen und Ställen hat damit längst auch die Bundespolitik erreicht.

Gibt es Hilfe für die Bauern?

Die Ernteausfälle vieler Bauern wegen der wochenlangen Dürre in Teilen Deutschlands beschäftigen am Mittwoch das Bundeskabinett. Vor allem im Osten und Norden Deutschlands gehen demnach die Futtervorräte zur Neige, selbst beim Gras.

Der Präsident des Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sagt, vom Futter bis zu den Nahrungsmittels gebe es Schäden in Milliardenhöhe.

Lesen Sie auch: Grundwasser in Gefahr? Und es gehe ebenso um die Frage: "Wie sieht die Landwirtschaft von morgen aus?" Klöckner will eine mithilfe der G20 eine globale Ackerbaustrategie entwickeln, Ressourcen effizienter nutzen, aber auch mehr auf Biodiversität und Umweltschutz achten. Klöckners Kurs, erst den Erntebericht abzuwarten, hält aber auch er für richtig. Klöckner kündigte an: "Auf dieser Grundlage werden wir die Entscheidung möglicher Hilfen - zusätzlich zu den bereits bestehenden - treffen können, die gegebenenfalls der Bund mit den Ländern zusammen anbieten kann". Die Situation sei regional sehr unterschiedlich, Landwirte wüssten teils noch nicht, wie ihre Ernte genau ausfällt. Als Hilfen möglich sind unter anderem auch schon Darlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank, zudem können ökologische Vorrangflächen ausnahmsweise bewirtschaftet werden. Für Hilfen bei extremen Wetterereignissen - zu denen auch Dürren zählen - sind nach der Kompetenzverteilung die Länder zuständig.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) forderte angesichts der Dürre und der geringeren Menge an Futtermitteln deutlich höhere Milchpreise.

Bauernpräsident Rukwied kritisierte Klöckner dafür und war der Bundesregierung Zögerlichkeit bei der Entscheidung über Dürrehilfen vor.

Der Bauernverband hat wegen bedrohlicher Einbußen rasche Hilfen von möglichst einer Milliarde Euro gefordert und dringt nun zur Eile. "Die Dürre muss ein Weckruf sein für einen grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Klöckner rief die Länder zum Auflegen von Hilfsprogrammen auf, die der Bund dann unterstützen könne.

Darüber hinaus hat die Agrarministerin es im Anschluss an die Kabinettssitzung tunlichst vermieden, sich zu der Forderung des Bauernverbands nach Finanzhilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zu äußern. So startet die Traubenlese in diesem Jahr schon Anfang der kommenden Woche (6. August) - und damit so früh wie nie zuvor.

Die bayerische Staatsregierung hat Landwirten dagegen die Unterstützung bereits zugesichert.

Comments