Lombok: Mehr als 500 Vulkan-Wanderer in Sicherheit gebracht

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Während des Abstiegs sei ein weiteres Beben zu spüren gewesen "und das hat alle in Panik versetzt - es war ziemlich Furcht erregend". Die bisher letzte größere Eruption dort war im September 2016.

Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok am vergangenen Sonntag haben Rettungskräfte mehr als 500 Bergsteiger, Bergführer und Lastenträger von einem aktiven Vulkan in Sicherheit gebracht. Mindestens 543 Wanderer seien vom Vulkan Rinjani nach unten geleitet worden, teilte die indonesische Katastrophenschutzbehörde mit. Unter ihnen sind viele ausländische Touristen, etwa aus Frankreich und den Niederlanden, und auch einige Deutsche. Nach Einschätzung der Behörden werden sie voraussichtlich bis Dienstag dauern. An dem Berg befinden sich zahlreiche Wanderwege.

Nach Angaben der Behören seien nun jedoch alle Ausländerinnen und Ausländer in Sicherheit, darunter also auch die Betroffenen aus Österreich. Die Erdrutsche versperrten den Wanderern den Weg nach unten. Mehr als 680 Wanderern gelang es inzwischen, sicher wieder abzusteigen. Auch mindestens 13 Deutsche sollen am Wochenende am Mount Rinjani unterwegs gewesen sein.

Darunter ist wenigstens eine Touristin - eine 30-jährige Wanderin aus Malaysia. Bei den meisten Toten handelt es sich um Einheimische. Behördenangaben zufolge wurden auf Lombok insgesamt rund 160 Menschen verletzt. Befürchtet wird, dass die Opferzahlen noch steigen, weil manche Gebiete jetzt verhältnismäßig schwer erreichbar sind. Hinweise auf deutsche Opfer gebe es nicht.

"Eine direkte Kontaktaufnahme mit den betroffenen Österreichern war mangels Reiseregistrierung nicht möglich", sagte Thomas Schnöll, der Sprecher des Außenministeriums. Das Beben der Stärke 6,4 hatte sich am Sonntag 50 Kilometer nordöstlich von Lomboks Hauptort Mataram ereignet. Es folgten zwei weitere starke Beben und mehr als hundert Nachbeben.

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