Regierung: Trump lobt Conte für umstrittene Einwanderungspolitik

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Anfang Juni hatte Conte nach seinem ersten Treffen mit Trump am Rande des G7-Treffens von "neuer Freundschaft und historischer Allianz" zwischen Italien und den USA gesprochen.

Man wolle in Zukunft enger mit Italien zusammenarbeiten: "Ministerpräsident Conte und ich freuen uns, bekannt zu geben, dass es einen neuen strategischen Dialog zwischen Italien und den Vereinigten Staaten geben wird, der die Kooperation in vielen Bereichen vorantreiben wird".

US-Präsident Donald Trump hat die harte Linie der italienischen Regierung gegen Zuwanderer als Vorbild für Europa angepriesen. Er stimme sehr mit dem überein, was Conte in Bezug auf Migration sowie illegale und legale Einwanderung tue, sagte Trump am Montag bei einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef im Weißen Haus.

Die Ablehnung der Einwanderung im Allgemeinen und Skepsis gegenüber Flüchtlingen im Speziellen werden in der italienischen Koalition vor allem vom Juniorpartner Lega und dessen Chef und Innenminister, Matteo Salvini, artikuliert.

►"Viele andere Länder in Europa sollten das auch tun". Mit den EU-Partnern vereinbarte Rom inzwischen aber eine Frist bis Ende August, um die Einsatzregeln von "Sophia" zu überarbeiten.

"Und ehrlich gesagt machen Sie meiner Meinung nach das Richtige", sagte derUS-Präsident.

Conte betonte seinerseits auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem US-Präsidenten, dass seine Regierung die Probleme mit der Immigration auf einer Vielzahl von Ebenen angehe. Es handle sich nicht um Krisenmanagement, sondern um eine "strukturelle Herangehensweise". Hilfsorganisationen war die Einfahrt in italienische Häfen verwehrt worden.

Der Präsident hatte die Drohung, auf dem Mauerbau zu beharren, am Wochenende auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ausgestossen - obwohl er zuvor hochrangigen republikanischen Parlamentsabgeordneten versichert hatte, er werde es vor der Parlamentswahl im November nicht auf eine Konfrontation mit den oppositionellen Demokraten ankommen lassen. Trump sieht sich seit längerem Vorwürfen ausgesetzt, er verfolge einen zu russlandfreundlichen Kurs. Zuletzt stand Trump vor allem wegen der Trennung von Familien in der Kritik, die illegal über die Grenze zu Mexiko in die USA gekommen waren. Er sagte, Trump sei ein "grossartiger Verhandlungsführer" (der Präsident war sichtlich erfreut über dieses Kompliment). Für seine Gespräche mit dem Kongress ziehe er "keine rote Linie".

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