Umstrittene Krim-Brücke: EU sanktioniert russische Unternehmen

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Die jüngsten Sanktionen der EU gegen einige russische Unternehmen wegen ihrer Beteiligung am Bau der Krim-Brücke ist aus Sicht Moskaus eine weitere Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands.

Bei den Strafmaßnahmen handelt es sich um das Einfrieren der Vermögenswerte der Unternehmen in der EU. Den sechs Firmen dürfen keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung gestellt werden.

Sanktioniert werden unter anderem die Firmen "Stroygazmontazh" und "Mostotrest", die beide dem russischen Milliardär Arkady Rotenberg gehören.

Gut vier Jahre nach der Annexion der Krim hatte Russland im Mai eine rund 19 Kilometer lange Brücke gebaut, die die Halbinsel mit dem russischen Festland verbindet.

In einem umstrittenen Referendum stimmte eine Mehrheit der Bevölkerung der Halbinsel für den Anschluss an Russland.

Der EU-Rat betrachte den Bau der Krim-Brücke als ein Schritt, der "die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben" könnte, so die Begründung des europäischen Gremiums. Der Westen verurteilt das Vorgehen allerdings als völkerrechtswidrig und sieht die Krim noch immer als Teil der Ukraine an. Es ist die erste direkte Landverbindung zur Krim, die für den Kreml strategisch sehr wichtig ist. Er war früher Judopartner Putins und gilt als dessen enger Vertrauter. Zu ihnen gehören auch allgemeine Handels- und Investitionsbeschränkungen sowie EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen Einzelpersonen.

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