Weltbevölkerung hat Ressourcen für 2018 schon aufgebraucht

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Er wird alljährlich von Wissenschaftlern des Global Footprint Networks und der New Economic Foundation auf Basis des ökologischen Fußabdrucks ermittelt: Das, was wir an Treibhausgasen ausstoßen, an Wasser verbrauchen oder für unseren Konsum verarbeiten, wird aufgerechnet gegen die Fähigkeit der weltweiten Ökosysteme, Ressourcen zu erneuern und Abfälle aufzunehmen.

Berlin - Die Menschheit hat die natürlich verfügbaren Ressourcen bereits an diesem Mittwoch komplett aufgebraucht.

Der Weltüberlastungstag, auf Englisch Earth Overshoot Day, wird mit Hilfe des sogenannten ökologischen Fußabdrucks berechnet.

Trotz dieser Entwicklungen aber wächst der ökologische Fußabdruck der Menschheit in der Gesamtbilanz weiter. Denn bisher sei keine Trendwende bei der Ressourcenverschwendung in Sicht - im Gegenteil: Der Erdüberlastungstag rückt immer weiter nach vorne, die Ressourcen der Erde werden also immer schneller verbraucht - zu Lasten der Erde und künftiger Generationen.

Grundlage für die Berechnungen ist der ökologische Fußabdruck.

In Österreich fiel der nationale Erschöpfungstag diesmal auf den 13. April.

Ernährung: Wenn alle Menschen auf der Welt ihre Lebensmittelabfälle um die Hälfte reduzieren und auf eine Ernährung mit geringem ökologischen Fußabdruck umstellen (z.B. fleischarm, vegetarisch, saisonal), dann könnte der Welterschöpfungstag um 38 Tage verschoben werden. Allein Deutschland ist durch seine Importe und die damit verbundenen Lieferketten für die Gefährdung von 395 Arten weltweit verantwortlich, wie Forscher vor einigen Jahren ermittelten.

Damit das tatsächlich passiert, sei aber ein Umdenken beim individuellen Konsum notwendig: "Wir können nicht ins Umweltministerium gehen und sagen, Frau Ministerin, bitte retten Sie unser Klima - aber mein Flug in den Urlaub ist schon gebucht, mein Schnitzel bestellt und draußen steht mein fossil betriebenes Auto". Jetzt also bereits am 1. August. "Wir müssen unsere Lebensweise endlich klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten, um den Raubbau von Ressourcen zu stoppen", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock (37). "Von Heizöl auf ein Niedrigenergiehaus umzusteigen, ist kein Verzicht", so Schwingshackl. Wer auf Fleisch nicht verzichten wolle, greife am besten zur Cervelat. Bereits heute sind alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten.

Laut Berechnungen der Umweltorganisation lebt die Menschheit seit den 1970er Jahren über ihre Verhältnisse. Demnach findet der Welterschöpfungstag immer früher statt. In Deutschland entspricht der Ressourcenverbrauch in diesem Vergleich ungefähr dem von drei Erden. Etwa durch eine Reduktion des Fleischkonsums um 50 Prozent oder durch die Verringerung der CO² Emissionen um drei Prozent.

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