Zahl der Hepatitis E-Fälle gestiegen

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Laut den Meldedaten liegen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Brandenburg sowie das Saarland über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Wie die Behörde im vergangenen Jahr berichtete, waren in den zehn Jahren zuvor über 21.000 Hepatitis-E-Fälle bei Menschen gemeldet worden, wobei im genannten Zeitraum ein Anstieg um das Zehnfache zu beobachten war. Die Medizin teilt diese Viren in A bis E ein. Die Viren werden hauptsächlich über unzureichend gegartes, infiziertes Schweinefleisch und Wild übertragen.

Dessau-Roßlau - Die Zahl der diagnostizierten Leberentzündungen durch Hepatitis-E-Viren haben in Sachsen-Anhalt deutlich zugenommen. Das meldet das Landesamt für Verbraucherschutz zum Welt-Hepatitis-Tag am Samstag. Das waren 100 mehr als 2016.

Die Zahl der registrierten Infektionen hat sich damit innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Die Entwicklung lässt sich den Angaben zufolge zumindest teilweise darauf zurückführen, dass Ärzte mehr auf diese Form der Hepatitis-Infektion achten und sie besser erkennen können. Da die Übertragung von Hepatitis-E-Viren auf den Menschen in Deutschland mehrheitlich über Lebensmittel von infizierten Tieren erfolgt, sprechen Wissenschaftler von "zoonotischen Infektionen". Nur in Einzelfällen wird sie als Reisekrankheit importiert. In den besonders stark betroffenen Regionen werde - so das Landesamt - besonders viel rohes Schweinefleisch und Wild verzehrt. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Behörde Anfang 2019.

Problematisch bei der Erkrankung ist, - wie auch bei Hepatitis A - dass Patienten oft nichts von ihrer Leberentzündung wissen.

In den meisten Fällen heilt die Krankheit nach mehreren Tagen oder Wochen ab.

Mit Hepatitis A, B, C, D und E sind insgesamt fünf Arten der Leberentzündung bekannt.

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