Trump zu Treffen mit iranischer Führung bereit

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Auf die Frage, ob er sich auch mit dem Ruhani treffen würde, antwortete Trump: "Ich würde mich mit jedem treffen".

Das US-Präsidialamt erklärte anschließend, die Regierung halte an ihrer Politik fest, die Sanktionen zu verschärfen, um die Regierung in Teheran zu einer Änderung des Verhaltens zu bewegen.

Irans Innenminister Abdolreza Rahmani Fazli sagte der Nachrichtenagentur Fars, die USA seien kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner.

US-Präsident Donald Trump erklärte, er sei "ohne Vorbedingungen" zu einem Treffen mit Teheran bereit. Dieses könne "jederzeit" erfolgen. Dabei sei 2015 das Atomabkommen herausgekommen, "ein einzigartiges multilaterales Abkommen".

Trump hat bereits unter Beweis gestellt, solche Angebote wahr zu machen. Er würde sich mit dem Iran treffen, wenn sie das wollten, sagte Trump nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte im Weißen Haus.

Iranische Politiker reagierten ablehnend. "Mit den verächtlichen Äußerungen (Trumps) gegenüber dem Iran sind Verhandlungen unvorstellbar". Trump war trotz der Kritik der anderen Vertragspartner aus dem Atomabkommen ausgetreten, das den Iran daran hindern soll, die Fähigkeiten zur Herstellung von Atomwaffen zu erlangen, und hatte neue Finanz- und Handelssanktionen verhängt. Die Beziehung zwischen den USA und dem Iran ist ähnlich vereist: Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt.

Seit der iranischen Revolution 1979 hat sich kein US-Präsident mit einem iranischen Staatsführer getroffen. An die Adresse Ruhanis schrieb er auf Twitter in Großbuchstaben: "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen von der Art zu spüren bekommen, wie sie Wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten". Ruhani und hochrangige Militärs haben gedroht, die Öllieferungen der Golfstaaten durch die Straße von Hormus zu blockieren, falls die USA wie geplant gegen Teherans Ölexporte vorgehen.

Der Politikexperte Mohammad Marandi, der auch an den Atomverhandlungen beteiligt war, sagte, der Iran könne nicht mit jemanden verhandeln, "der seine internationalen Verpflichtungen missachtet, anderen Ländern mit Zerstörung droht und ständig seine Position ändert". "Auch die übrigen Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland als Vertragspartner des Nuklearabkommens sollten in die Vorbereitungen einbezogen werden, damit es bei dem Gespräch zu einem guten Ergebnis kommt", sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

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