Afghanistan: Nato-Soldaten bei Selbstmordanschlag getötet

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Die Nato-Soldaten seien gemeinsam mit afghanischen Armeeangehörigen unterwegs gewesen.

Bei einem Selbstmordanschlag im Osten Afghanistans sind am Sonntag drei Nato-Soldaten getötet worden. Die radikal-islamischen Taliban reklamierten die Tat für sich. Ein US-Soldat und zwei afghanische Soldaten seien verletzt worden, teilte die Nato-Ausbildungsmission Resolute Support mit.

Das Attentat ereignete sich nahe der Stadt Tscharikar, die am Fuß des Hindukusch-Gebirges liegt. Das tschechische Militär teilte später mit, bei den Getöteten handele es sich um Tschechen. Die Sprecherin des Gouverneurs der Provinz Parwan, Wahida Schahkar, sagte, der Anschlag habe sich nahe der Provinzhauptstadt Tscharakar ereignet. Auch Präsident Milos Zeman drückte den Angehörigen sein Beileid aus und forderte weitere Anstrengungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Tschechien beteiligt sich derzeit mit rund 250 Soldaten am internationalen Militäreinsatz in Afghanistan. Erst vor kurzem war eine Verstärkung der tschechischen Beteiligung beschlossen worden. Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 1200 Soldaten daran beteiligt. Die NATO stellte ihre Kampfmission in Afghanistan 2014 offiziell ein. Sie beinhaltet nach Jahren der Truppenabzüge die Entsendung von Tausenden zusätzlichen US-Soldaten. Das Ministerium hat die Bundesländer demnach darüber informiert, dass nicht mehr nur Straftäter, sogenannte Gefährder oder Menschen, die ihre Identität verschleiern, abgeschoben werden können, sondern alle Afghanen, die ausreisepflichtig sind und keine Duldung in Deutschland haben. Die afghanischen Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, selbst für Sicherheit zu sorgen.

Zu der Attacke bekannten sich die Taliban. Die Selbstmordbomber sei zu Fuß gewesen.

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