Schwedische Polizei erschoss Mann mit Down-Syndrom

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Mindestens zwei Polizisten hätten am Vortag auf den 20-Jährigen geschossen, fügte Chefankläger Martin Tiden hinzu. Dieser trug eine Spielzeugwaffe bei sich und konnte aufgrund seiner Diagnosen - Autismus und Down-Syndrom - nicht verbal kommunizieren, wie seine Mutter daraufhin erklärte. Die Beamten fühlten sich bedroht, forderten ihn auf, die Waffe fallenzulassen.

Wegen tödlicher Schüsse auf einen jungen Mann mit Downsyndrom in Schwedens Hauptstadt Stockholm steht die Polizei in der Kritik.

Der junge Mann habe die Aufforderung der Polizei nicht befolgt, die Waffe fallen zu lassen, hieß es von der Behörde. Am frühen Donnerstag war er mit der Spielzeugwaffe aus der Wohnung seines Vaters im Stadtzentrum weggelaufen. Stockholms Polizeichef Ulf Johansson sprach von einem "zutiefst tragischen" Fall, äußerte sich aber nicht zu den Ermittlungen. Manchmal müsse die Polizei innerhalb weniger Sekunden schwierige Entscheidungen treffen, räumte er ein. Seine Mutter sagte dem schwedischen Radiosender Sveriges Radio, die Familie sei unter Schock.

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