Vor US-Sanktionen: fünf neue Flugzeuge für veraltete Flotte von IranAir

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Kurz vor dem Inkrafttreten von US-Sanktionen hat der Iran fünf neue Flugzeuge aus Europa erworben. "Das größte Problem ist es, eine Geschäftsbank zu finden, über die Transaktionen für legale Iran-Geschäfte abgewickelt werden können", betonte von Bohnstein.

Die USA werfen dem Iran vor, seinen Einflussbereich in Nachbarländern wie dem Jemen und Syrien auszuweiten. Dabei soll das Atomabkommen überprüft und ein Dialog etabliert werden. Die Parteien hatten den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) beschlossen, dessen Erfüllung die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU gegen den Iran aufheben sollte. Die iranische Industrie - darunter der Teppichexport - wird mit umfangreichen Sanktionen belegt. Es sieht als Gegenleistung den Abbau von Wirtschaftssanktionen vor. Bereits jetzt ist der internationale Zahlungsverkehr für iranische Banken stark eingeschränkt. "Rund 120 deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren sogar ihre eigene Repräsentanz in Iran eröffnet". Sie wisse, dass in der EU fieberhaft nach Lösungen gesucht wird.

Auch der Industrieverband BDI zeigte sich höchst besorgt über den Kurs der Amerikaner. "Die USA versuchen, den Iran zur Einstellung solcher Aktivitäten zu zwingen". "Die deutsche Industrie begrüßt den deutlichen Willen der EU und der Bundesregierung, sich gegen die extraterritoriale Sanktionspolitik der USA zur Wehr zu setzen", sagte Kempf.

US-Präsident Trump hatte dem Iran zuletzt ein Treffen ohne Vorbedingungen in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber verbal hart gegen das Regime ausgeteilt. Mit spürbaren Ergebnissen rechne sie aktuell nicht.

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