Flugzeugcrash in der Schweiz: 3 Österreicher unter den Toten

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Er denke nicht, dass das Alter des Flugzeuges bei dem Unglück eine Rolle gespielt habe.

In den Schweizer Alpen ist ein fast 80 Jahre altes Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 mit 20 Menschen an Bord abgestürzt.

Die Ju-52 des Baujahrs 1939 war am Samstag in 2.540 Metern Höhe an der Westflanke des Berges Piz Segnas abgestürzt. Er hatte insgesamt drei Ju-52 und bot damit touristische Ausflüge an. Sie werden oft für Alpen-Rundflüge gebucht und starten auf dem in der Nähe von Zürich gelegenen Militärflugplatz Dübendorf. Hubschrauber und Rettungskräfte stiegen daraufhin zur Unglücksstelle auf.

Ersten Erkenntnissen zufolge stürzte die Maschine offenbar wie ein Stein vom Himmel. Über die Aussagen von mehreren Augenzeugen, die das Unglück mitangesehen hatten, gaben sich Hauptmann Andreas Tobler und Daniel Knecht, der Untersuchungsleiter der Schweizer Fluguntersuchungsstelle bei der Pressekonferenz aber bedeckt. Die Absturzursache ist noch unklar. Knecht schloss aus, dass das Unglücksflugzeug mit einem anderen Flugzeug oder einem Kabel kollidiert sei.

Hinzu kommt die irritierende Tatsache, dass die beiden Piloten im Cockpit auch keinen Notruf absetzten.

Die verunglückte Ju-52 der Ju-Air war auf dem Rückflug von einer zweitägigen Erlebnisreise von Locarno nach Dübendorf. Die Unglücksmaschine sei erst Ende Juli in der Wartung gewesen und habe seitdem fünf Flugstunden absolviert. "Uns waren keine technischen Probleme bekannt", sagte Waldmeier. "Der eine Kapitän war 62 Jahre alt und seit 31 Jahren Linienpilot". Ob auch Personen aus der Region unter den Opfern sind, wollten weder Ju-Air noch die Polizei sagen. Die Unglücksursache müssten die Ermittler vor Ort untersuchen. Die Luft sei dann dünner, "das Flugzeug hat bei gleicher Höhe weniger Leistung". Allerdings könnten erfahrene Piloten damit aber umgehen. Das Alter an sich sei kein Alarmzeichen, sagte Knecht. Ein Luftfahrtexperte sagte der "Neuen Zürcher Zeitung", einer der Piloten könne einen Herzinfarkt erlitten habe. Generell werde ein Unfall nie allein durch Witterungseinflüsse ausgelöst, betonte er. Die Ermittlungen gestalteten sich voraussichtlich komplex: Anders als moderne Flugzeuge habe die historische Maschine vermutlich nicht über einen Flugdatenschreiber verfügt, eine sogenannte Black Box. Diese zeichnet Daten des Flugbetriebs auf, was die Aufklärung der Ursache von Abstürzen stark erleichtert. Die Fluggesellschaft teilte am Samstag mit: "Wir haben die traurige Pflicht, mitzuteilen, dass eines unserer Flugzeuge Ju-52 heute, 4. 8". Gegen 16.10 Uhr hebt die Ju 52 ab mit dem Ziel Dübendorf ab. Dort waren sie unbewaffnet bis 1981 im Dienst der Schweizer Luftwaffe als Schul-, Beobachtungs- und Transportflugzeug. "Das Fliegen mit dieser Maschine ist sehr sicher", unterstreicht Weber.

Sie wurde 1939 gebaut.

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