Verbraucherschützer kritisieren häufige Preisänderungen im Online-Handel

Einstellen Kommentar Drucken

Tägliche Preisänderungen bei mehr als einem Drittel der Produkte: Einer neuen Studie zufolge schwanken die Preise in Online-Shops erheblich - teilweise um mehr als die Hälfte.

Für die Untersuchung ließ die Verbraucherzentrale mehr als 1.100 Produkte bei 16 Online-Händlern, darunter etwa Mediamarkt, Douglas, Obi, Zalando und ATU, zwischen Ende Jänner und Anfang März beobachten.

Wie das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) erklärte, verändern einige Händler ihre Preise deutlich häufiger als andere.

15 von 16 untersuchte Online-Händler ändern regelmäßig die Preise für Teile ihres Sortiments, dass nennt sich dynamische Preisdifferenzierung. Mehr als jedes dritte untersuchte Produkt war Preisschwankungen ausgesetzt.

Bei der Höhe der Preisanpassungen ergaben sich ebenfalls große Unterschiede: 30 Prozent der Preise wurden teils mehr als verdoppelt. Bei einzelnen Produkten schwankte der Preis täglich. Besonders viele Schwankungen registrierten die Verbraucherschützer bei Elektronik-Produkten und Medikamenten. So schwankte der Preis einer Designer-Hose nach Angaben der Verbraucherschützer innerhalb weniger Tage mehrfach von 79,95 auf 199,95 Euro und zurück. Im Falle eines Handys des Media-Markts lagen 220 Euro zwischen dem niedrigsten und dem höchsten angebotenen Preis.

Marktwächter-Teamleiterin Kirsti Dautzenberg warnte vor den möglichen Folgen einer solchen für den Verbraucher kaum nachvollziehbaren Preispolitik: "Der Kunde kann nicht einschätzen, ob er bei seinem Kauf gerade spart oder draufzahlt". Denn die fehlende Transparenz lasse das Vertrauen der Kunden schwinden.

Comments