Nach neuen US-Zöllen: China kündigt Vergeltung an

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Nachdem das Weiße Haus mitteilte, am 23. August weitere Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren im Wert von etwa 16 Milliarden Dollar zu erheben, hat das Pekinger Handelsministerium Vergeltungszölle in gleicher Höhe und zum gleichen Zeitpunkt angekündigt. $ erheben. Die Liste mit betroffenen Produkten sei fertiggestellt worden, teilte der Handelsbeauftragte des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Robert Lighthizer, mit. Darunter sind etwa Metalle, Schmierstoffe, Chemikalien und Elektronik.

Auf die bisherigen Strafzölle reagierte China in gleicher Weise und erhob dabei etwa Abgaben auf Sojabohnen aus den USA.

Washington hatte bereits vor einem Monat Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden Dollar verhängt. Es zielt damit auf die Wählerschaft von US-Präsident Trump in ländlichen Gebieten ab. Das Bedürfnis danach verstehe ...

Die USA und die EU hatten sich kürzlich darauf geeinigt, eine weitere Eskalation ihres Handelsstreits abzuwenden und vorerst keine neuen Sonderzölle zu verhängen.

Ein Ende der Eskalation im Handelskonflikt der USA mit China ist nicht absehbar. Trotz massiver gegenseitiger Vorwürfe und angedrohter Vergeltung für Importzölle haben beide Seiten immer wieder durchblicken lassen, dass sie versuchen wollen, die Probleme über Verhandlungen zu lösen. Trump hatte Lighthizer am Mittwoch vergangener Woche angewiesen, eine Erhöhung der geplanten Zölle auf chinesische Waren im Wert von rund 200 Mrd. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte Trump verstärkte Einfuhren von US-Soja in Aussicht.

Wegen des hohen Handelsdefizits der USA hat Trump auch damit gedroht, vielleicht sogar alle Importe aus China im Gesamtwert von 500 Milliarden US-Dollar mit Abgaben belegen zu wollen. Referenzjahr für diese Summe ist 2017. Die Abgaben von 25 Prozent auf US-Einfuhren im Volumen von 16 Milliarden Dollar sollen gleichzeitig mit den US-Zöllen am 23. August in Kraft treten. Am 5. September läuft eine Frist für Anhörungen dazu ab. Die chinesischen Zölle sollen zwischen 5 und 25 Prozent betragen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Am vergangenen Freitag hatte die Zollkommission des Staatsrates in Peking mitgeteilt, Sonderabgaben auf Importe aus den USA im Wert von 60 Mrd.

Im Falle chinesischer Vergeltungsmaßnahmen hatte Trump bereits eine Ausweitung der Sonderabgaben auf 200 Milliarden Dollar angedroht. So könnten etwa US-Unternehmen wie Starbucks, Apple oder Nike, die seit Jahren enorm von der Konsumlust des Milliardenvolkes profitieren, die Geschäfte in China erschwert werden. Anlagestratege Alexander Berger meint, die beiden hätten sich damit lediglich Zeit gekauft.

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