Deutsche Telekom von starkem Euro gebremst

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Der bereinigte Konzernüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Der Umsatz sank trotz des weiter wachsenden US-Geschäfts wegen der Umrechnung in die Heimatwährung insgesamt um 2,8 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilt. Denn aufgrund des starken Euros musste die Telekom einen negativen Wechselkurseffekt von rund zehn Prozent ansetzen. Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt wuchsen die mobilen Service-Umsätze im zweiten Quartal um 2,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Hier belastete nach über zehn Jahren Toll-Collect-Rechtsstreit mit der Bundesregierung die Einigung auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 550 Millionen Euro das Ergebnis.

Zwar ging der Umsatz leicht um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,3 Milliarden Euro zurück, dafür arbeitet das Unternehmen aber profitabler. Der Rückgang um rund 43 Prozent ist in erster Linie dem Sonderaufwand aus dem Vergleich im Toll-Collect-Schiedsverfahren in Höhe von 550 Millionen Euro geschuldet.

In Deutschland haben nach Angaben der Telekom mittlerweile 74 Prozent der Haushalte Zugang zu glasfaser-basierten Anschlüssen. 624.00 neue Kunden für solche Anschlüsse zum Ende des zweiten Quartals bedeuten nunmehr 11 Millionen Kunden in diesem Bereich.

Die gesamte Zahl der Festnetzanschlüsse (DSL, Telefonie) in Deutschland ging um 160.000 auf 18,989 Millionen zurück. Zum Jahresende 2019 sollen zwei Drittel der deutschen Haushalte Zugang zu Super-Vectoring bekommen. Analysten hatten der Telekom ein bereinigtes EBITDA von durchschnittlich 5,843 Milliarden Euro zugetraut. Die meisten Kunden dürften dabei Entertain über IPTV einsetzen; eine genaue Aufschlüsselung nach IPTV-. und Satelliten-Zugang gab die Telekom nicht bekannt.

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