FPÖ bläst zur Gegenattacke auf Austropopper Ambros und Fendrich

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FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker hat am Dienstag auf Wolfgang Ambros Kritik an der Bundesregierung und insbesondere der Freiheitlichen reagiert. Ambros lehnt sie ab. Dieser hatte sich in der Vergangenheit ebenfalls kritisch geäußert. "Mit seinen Beleidigungen trifft er auch sehr viele seiner treuesten Fans - das hat er wohl vergessen".

In weiterer Folge klingt es dann aber weniger versöhnlich: "Generell ist der Kritik von Künstlern in den heutigen Tagen anzumerken, dass sie einzig vonseiten diverser, Systemgünstlinge' stammt, die wohl im fortgeschrittenen Alter um ihre Altersvorsorge in Form von Aufträgen bangen müssen, denn der Lebenswandel in den 70er- und 80er-Jahren dürfte nicht viel übergelassen haben". Dem Bekenntnis von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) gegen Extremismus und Antisemitismus glaube er "kein Wort". Durch "das politische Wirken Ihresgleichen" würden zudem "Hass und Hetze eine Aufschwung erleben".Ambros spiele "jährlich ca. fünfzig bis achtzig Shows, und diese sind erfreulicherweise zum allergrößten Teil ausverkauft. Seit Jahrzehnten. Soviel zu ‚abgehalftert' und Unterstellungen wie ‚Staatskünstler'", so Fröstl.

"Ob sich Fendrich mit einem deftigen Wirtshausbesuch begnügen würde, ist allerdings nicht gewiss, seine Vorlieben sollen ja mannigfaltig sein.", so der Politiker.

"Alles in Allem sollten wir wieder auf ein sachliches Niveau kommen, Künstler ihr Publikum erfreuen und Politiker alles zum Wohle ihrer Wähler und Österreichs beitragen. Dass die FPÖ damit prinzipiell nicht umgehen kann, ist evident und verweist auf eine problematische einschlägige Tradition", so Drozda, der die Attacken auf Wolfgang Ambros strikt zurückweist und dahinter - auch in Hinblick auf die jüngsten Klagsdrohungen etwa gegen den Autor Josef Winkler - ein diesbezügliches "System" bei der FPÖ ortet. Auch die IG Autorinnen Autoren hatte sich "mit aller Entschiedenheit" hinter Ambros und Fendrich gestellt und die Äußerungen Hafeneckers als "gleichermaßen unappetitlich wie anmaßend" bezeichnet.

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