Bei über 30 Grad: "Schifoan" auf Platz eins der iTunes Charts

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Ausgerechnet während des bisher heißesten Tages des Jahres hat sich am Donnerstag der Song "Schifoan" von Wolfgang Ambros auf Platz eins der österreichischen iTunes-Charts gesetzt. Das Revival des 1976 veröffentlichten Lieds könnte jedoch weniger mit Hitze als mit dem medial ausgetragenen Schlagabtausch zwischen dem Musiker und der FPÖ zu tun haben.

Und das kam so: Er sei sich sicher, es gäbe in der FPÖ "viele braune Haufen", hat Wolfgang Ambros in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt. Aus Solidarität zu "Wolferl" im Streit mit der FPÖ luden sich daraufhin zahlreiche Ambros-Fans den Kultsong um 99 Cent herunter, musikalische Abkühlung am Höhepunkt der Hitzewelle inklusive. Ihm werde "Angst und Bange", wenn er daran denke, "was die österreichische Regierung in den nächsten drei Jahren noch so alles anstellen wird", sagte er.

Anschließend hatte Hafenecker Ambros versöhnlich zu Bier und Gulasch eingeladen - eine Einladung, die nicht angenommen wurde. "Den einen Herrn von der FPÖ kenn' ich nicht einmal".

Manager Peter Fröstl richtete sich dazu sogar in einem offenen Brief an FPÖ-Chef Strache: Durch "das politische Wirken Ihresgleichen" würden "Hass und Hetze einen Aufschwung erleben".

Unterdessen melden sich weitere Künstler zu Wort. "Ein paar Nazis könnten sich nach dieser Geschichte schon einsamer fühlen, das wohl". "(.) Was in Österreich nicht passieren darf, ist, dass Künstler und Entrepreneure in der derzeitigen Situation die Gosch'n halten".

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