Mutmasslicher Sieg für Trump-Kandidaten

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Trump schrieb zudem, dass seine Rede in Ohio den wichtigen Umschwung für Balderson gebracht habe.

Auch wenn O'Connor am Dienstagabend ganz knapp hinter seinem republikanischen Wettbewerber Troy Balderson lag (da der Abstand weniger als 2000 Stimmen betrug, wurden am Mittwoch noch die Briefwahlstimmen ausgezählt), sprachen die Demokraten sofort von "einem moralischen Sieg". Nur rund 1700 Stimmen trennten die beiden.

Selbst wenn sich Balderson am Ende aber tatsächlich durchsetzen sollte, hat seine Partei nach der Wahl Grund zur Sorge. Der Demokrat O'Connor vermied es, eine Niederlage einzugestehen. "Wir kämpfen weiter", erklärte er dem Fernsehesender CBS. Es ist ein Test für die Stimmung der Wähler.

Die Sonderwahl war nach dem Rücktritt Tiberis notwendig geworden. Das knappe Ergebnis ist ein weiterer Hinweis auf die Möglichkeit einer "demokratischen Welle "bei den Kongresswahlen im November". Dass der Politikneuling aus Ohio die Nachwahl für das US-Repräsentantenhaus zu einem Fotofinish gemacht hat, ist nicht nur ein Erfolg des 31-Jährigen. Der bisherige Inhaber des Sitzes im Repräsentantenhaus, Pat Tiberi, hatte die republikanische Hochburg 2016 noch mit 37 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen.

Balderson lag in der Stimmauszählung bei 50,2 Prozent, sein demokratischer Rivale bei 49,3 Prozent. Der US-Präsident teilte auf Twitter mit, sein Auftritt in Ohio am vergangenen Samstag habe eine Trendwende für Balderson herbeigeführt. Auch Trump gratulierte ihm zum Sieg. 10 von 11 "special elections "gingen an die Republikaner, nur in Pennsylvania setzte sich der Demokrat Connor Lamb durch". "Glückwunsch an Troy Balderson für einen großen Sieg in Ohio", twitterte Trump. Zur Abstimmung stehen dann alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats.

Beobachter weisen jedoch daraufhin das die nationale Parteizentrale und die "Super Pacs "im November nicht alle Kandidaten mit soviel Geld ausstatten können".

Denn der 12. Kongressbezirk von Ohio gilt eigentlich als sichere Bank für die Republikaner. Praktische Auswirkungen wird es kaum haben, denn schon bei den Kongresswahlen im November wird erneut über das Mandat abgestimmt. Zumindest, wenn man das Präsidentschaftswahlergebnis von 2016 betrachtet. 23 Sitze müssen die Demokraten im November dazu gewinnen, um im Kongress wieder die Mehrheit der Abgeordneten zu stellen. Dann könnten sie die Politik Trumps blockieren.

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