Phantastischer Realist: Anton Lehmden ist tot

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Der Künstler Anton Lehmden ist am Dienstag im 90. Lebensjahr in Wien verstorben. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er ab 1945 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er später mehr als 25 Jahre lang selbst als Professor unterrichtete. Die erste Ausstellung der Wiener Phantastischen Realisten fand 1959 im Oberen Belvedere statt. Nicht zuletzt dieser Umstand führte den jungen Maler schließlich zur Begründung der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. 1966 wurden die Arbeiten der Wiener Schule erstmals auch in den USA präsentiert.

Im Gegensatz zu seinen damaligen Mitstreitern interessierte sich Lehmden nie für verschlüsselte, üppige Mythologien oder erotische Sujets. Charakteristisch für sein Werk sind grossräumige, hügelige, vom Surrealismus und den alten Meistern beeinflusste Weltlandschaften. Von 1971 bis 1997 war er ordentlicher Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. In seinem unverwechselbaren Stil gestaltete Lehmden 1991 die U3-Station Volkstheater künstlerisch um.

Anton Lehmden im Schloss Deutschkreutz
ORFAnton Lehmden

Seit 1966 gehörte Anton Lehmden das im Burgenland nahe der ungarischen Grenze gelegene Renaissanceschloss Deutschkreutz. Heute ist im Gebäude unter anderem ein Lehmden-Museum untergebracht.

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