Erster West-Nil-Fall bei deutschem Vogel gefunden | Welt

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Allerdings wurde das Virus jetzt erstmals bei einem Vogel in Deutschland nachgewiesen, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems am Mittwoch mitteilte. Seltener sind Hirnhautentzündungen. Im schlimmsten Fall verläuft die Krankheit tödlich. Das West-Nil-Virus wird von Stechmücken übertragen. In Deutschland tritt die Erkrankung nur sehr selten auf, bisher hatten sich alle Betroffenen im Ausland infiziert.

Dem FLI zufolge war ein Bartkauz in Halle (Saale) mit dem Erreger infiziert.

Das Tier sei Mitte August tot in seiner Voliere gefunden worden.

Wie der Erreger nach Halle gelangte, ist derzeit nicht bekannt. Weitere Nachforschungen über das Virus und zum Vorkommen über am WNV erkrankten Stechmücken in der Gegend um Halle sollen mehr Aufklärung bringen. Die Gründe seien unklar, Einfluss hätten zum Beispiel bestimmte Mücken- und Vogelpopulationen sowie das auch dort schon lange anhaltende Sommerwetter. In Serbien gebe es inzwischen 21 bestätigte Todesfälle seit Jahresbeginn, teilten die Behörden heute mit. Einwohnern wurde geraten, Verdampfer oder andere Mittel gegen Insekten zu nutzen - das Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen.

Von West-Nil-Fieber-Infektionen betroffen sind in diesem Jahr vor allem Norditalien und Teile Sardiniens. In Griechenland wurden die meisten Fälle auf der Halbinsel Peloponnes und in den ländlichen Regionen rund um Athen sowie im Gebiet um die Hafenstadt Thessaloniki erfasst. Auch aus Rumänien, dem Kosovo, Kroatien und Bosnien wurden bestätigte Fälle gemeldet. In Serbien wurden Fälle um die Hauptstadt Belgrad bestätigt. Damit ist er der erste Vogel in Deutschland, der an diesem tödlichen Virus erkrankte. Nur bei etwa 20 Prozent der Fälle zeigen sich Symptome, etwa eine von hundert Infektionen führt zu einem schweren Krankheitsverlauf. Nach Angaben des Instituts werden seit vier Wochen deutschlandweit vermehrt tote Wildvögel gefunden, die meist am Usutu-Virus verendet sind. Typische Symptome für West-Nil-Fieber sind Muskel- und Gliederschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Fieber, Durchfall und möglicherweise Hautausschlag an Brust, Rücken oder Armen. Krankheits-und Todesfälle an West-Nil-Fieber sind in Österreich meldepflichtig. Wildvogel-Proben, die an das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen am FLI geschickt werden, werden stets auf beide Viren untersucht.

Bei Vögeln bleibe eine Infektion mit dem West-Nil-Virus meist symptomlos, erläuterte das Institut. Eine Reihe von Vogelarten sei jedoch empfänglich für den Erreger, so dass es zu massiven Epidemien mit Todesfällen kommen könne.

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