EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier will Gespräche bis Mitte November abschliessen

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Die Briten hatten sich in einem Referendum im Juni 2016 für den Austritt aus der EU ausgesprochen; am 30. März 2019 soll der Austritt erfolgen. "Wir brauchen nicht mehr Zeit". Die Gespräche müssten bis Mitte November abgeschlossen werden, sagte er. "Was wir brauchen, sind politische Entscheidungen". Ursprünglich war eine Einigung bis zum Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs Mitte Oktober angestrebt worden. Damit dürfe "man nicht spielen, indem man Teile herauspickt". In einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte er, es führe zu einem "unfairen Wettbewerb", würde man den Briten einen privilegierten Zugang zum Binnenmarkt gewähren.

Die britische Regierung fordert ein für ihr Land massgeschneidertes Abkommen mit privilegiertem Zugang zum EU-Binnenmarkt für einzelne Branchen. Für Brüssel ist nach wie vor nur ein herkömmliches Freihandelsabkommen denkbar.

Barnier sagte, die EU biete Großbritannien einen Freihandelsvertrag an, wie er mit Kanada oder Südkorea geschlossen worden sei. "Dann wäre vieles einfacher". May erklärte, sie werde sich nicht zu Kompromissen zwingen lassen, die nicht im nationalen Interesse seien, schrieb sie im "Sunday Telegraph".

Die britische Premierministerin Theresa May will nicht von ihrer Forderung nach einer Freihandelszone mit der Europäischen Union nach dem Brexit abrücken. Die kommenden Monate seien entscheidend für die Zukunft des Landes, "und ich bin mir meiner Aufgabe bewusst".

Die "Sunday Times" hatte zuvor berichtet, dass führende Abgeordnete in Mays Partei bereit seien, ihre eigenen Vorstellungen vor der Jahreskonferenz Ende September zu veröffentlichen.

May bekräftigte in ihrem Gastbeitrag, dass sie lieber keinen Austrittsvertrag mit der EU abschließt, als einen aus ihrer Sicht schlechten Deal. May hatte im Juli ihre Vorstellungen über das künftige Verhältnis zur EU vorgestellt. Kritiker stören sich vor allem daran, dass ein Teil der gemeinsamen Regeln mit der EU beibehalten werden soll. Viele Brexit-Befürworter verlangen dagegen einen klaren Schnitt nach dem Austritt aus der EU und sehen Mays Strategie als Verrat an.

Der EU-Politiker forderte zugleich die Unternehmen in der EU auf, ihre Vorbereitungen für den Brexit zu beschleunigen, einen geordneten wie einen ungeordneten. "Im Transportsektor und bei den Wertschöpfungsketten zwischen dem Vereinigten Königreich und der restlichen Europäischen Union muss noch mehr getan werden".

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