Social Media - Vorwürfe an Google: Trump legt nach

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Der Informationsdienst "Axios" schrieb nach den Trump-Tweets, der US-Präsident wolle den Fokus der Anhörung stattdessen darauf lenken, dass er ein Opfer sozialer Medien sei.

Aber es wird noch ein wenig peinlicher für den US-Präsidenten: Auf dem nächsten Bild seht ihr noch einmal einen Screenshot aus dem Trump-Video. Um diese Anschuldigung mit Belegen zu unterfüttern, hat Donald Trump sogar eigens ein Video über seinen Twitter-Kanal veröffentlicht. Diese Rede sei sehr wohl mit einem Livestream verbreitet worden. Er ist der Meinung, dass er dort beteiligt wird und Google hat er den konkreten Vorwurf gemacht, dass es seit vielen Jahren stets die jährlichen "State of the Union"-Reden - also die Reden zur Lage der Nation - von Barack Obama prominent auf der Startseite der Google-Suche promotet hätte, diese Tradition aber just bei Trumps Reden unterbrochen habe". Dennoch erwägt das Weiße Haus nun, die Suchmaschine des Internet-Giganten zu regulieren.

Bereits zuvor hatte Trump erklärt: "Google und Facebook und Twitter behandeln Konservative und Republikaner sehr unfair". "Wir wollen keine Regulierung, wir wollen Fairness".

Was korrekt ist: Google bevorzugt bei seinen Resultaten Mainstream-Medien und damit grosse Medienhäuser, die man je nach eigenem politischem Standpunkt als links betrachten kann.

Anscheinend ließ Googles Antwort den US-Präsidenten nicht zur Ruhe kommen, denn er postete unter dem Hashtag #StopTheBias (Stoppt die Einseitigkeit) am Mittwochabend ein Video unbekannter Herkunft. Google widerspricht dabei aber dem Vorwurf, mit den Maßnahmen werde eine politische Agenda verfolgt: "Wenn Benutzer Anfragen in die Google-Suchleiste eingeben, ist es unser Ziel, sicherzustellen, dass sie innerhalb von Sekunden die relevantesten Antworten erhalten", erklärte ein Sprecher. "Google und andere unterdrücken Stimmen von Konservativen und verstecken Informationen und Nachrichten, die gut sind", schrieb Trump. "Sie kontrollieren, was wir sehen können und was nicht. Das ist eine sehr ernste Situation - wir werden uns darum kümmern!", kündigte Trump an. "Die Suche wird nicht dazu genutzt, um eine politische Richtung vorzugeben und wir beeinflussen unsere Ergebnisse nicht nach einer politischen Ideologie".

Auch bei Google wurde diskutiert, wie verbesserte Algorithmen die Inhalte von Trollen aus den Suchergenissen herausfiltern können. Wenn man auf der Suchmaschine nach "Trump News" suche, würden einem fast nur Ansichten und Berichte von linksgerichteten und falsch berichtenden Medien angezeigt, klagte Trump am Dienstag auf Twitter. "96 Prozent der Ergebnisse für "Trump News" sind von überregionalen linksorientierten Medien, sehr gefährlich", schrieb er. So empfiehlt Google zum Beispiel Lokalnachrichten, die dem Standort des Nutzers entsprechen. Der Sender nannte als Quelle dafür die konservative Internetseite PJ Media. Der Fox-Moderator Lou Dobbs sagte, dass Google damit sozusagen Konservative von ihren Suchergebnissen verbanne.

Erneut hat Donald Trump den Suchmaschinenkonzern Google attackiert. "Wir schauen uns das an".

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