Täter kam aus Deutschland: Terrorverdacht nach Messerangriff in Amsterdamer Bahnhof

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Ein Mann hat im Bahnhof von Amsterdam zwei US-Amerikaner mit einem Messer schwer verletzt.

Amsterdam - Das Messerattentat vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof war ein Terroranschlag!

Bei dem Verdächtigen, der am Freitag zwei US-Bürger schwer verletzt haben soll, handelt es sich um einen Afghanen mit deutscher Aufenthaltserlaubnis. Der Mann sei im Besitz einer deutschen Aufenthaltserlaubnis gewesen. Beide sind schwer verletzt.

Die niederländische Polizei stehe in engem Kontakt mit ihren deutschen Kollegen, teilte ein Polizeisprecher in Amsterdam mit.

Die Behörden gehen von einem terroritischen Motiv aus.

Die Polizei habe den Eindruck gewonnen, dass der Mann seine Opfer, die er in der Halle des Hauptbahnhofs niederstach, nicht bewusst oder mit einer besonderen Absicht ausgewählt habe. Die beiden Opfer wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Bürgermeisterin Femke Halsema dankte der Polizei für schnelles und besonnenes Eingreifen. Die Schüsse lösten eine Panik unter den tausenden anwesenden Touristen und Pendlern aus. Zwei Bahnsteige seien vorübergehend gesperrt und nach zwei Stunden wieder geöffnet worden. Der Hauptbahnhof liegt im Norden der Amsterdamer Innenstadt. Rund 250'000 Passagiere nutzen den Bahnhof täglich. "Kurz darauf hörte ich Schüsse, und ich weiß, dass etwas Schlimmes passiert ist", sagte Richard Snelders der Nachrichtenagentur ANP. Die Polizei habe den Mann mit der Schussverletzung auf Englisch angewiesen "am Boden" zu bleiben.

Der Messerangriff ereignete sich einen Tag, nachdem die radikalislamischen afghanischen Taliban zu Angriffen auf niederländische Soldaten aufgerufen hatten.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gab es bisher in den Niederlanden noch keine islamistischen Messerangriffe. Anlass war ein inzwischen abgesagter Plan des Rechtspopulisten Geert Wilders, im niederländischen Parlament einen Wettbewerb zu Karikaturen des Propheten Mohammed abzuhalten. Der Karikaturenwettbewerb hatte in islamischen Staaten zum Teil heftige Proteste hervorgerufen.

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