Syrien: Explosionen auf Militärflughafen in Syrien

Einstellen Kommentar Drucken

In der Nacht ist ein Militärflughafen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus von Explosionen erschüttert worden.

Augenzeugen berichteten von Dutzenden Detonationen. Ursache sei ein Kurzschluss gewesen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, mindestens zwei Militärangehörige seien getötet worden. Ursache sei offenbar ein israelischer Raketenangriff. Auch am Sonntag wollte sich eine israelische Militärsprecherin nicht zu dem Vorfall äußern. Israel hat in den vergangenen sieben Jahren des Bürgerkriegs immer wieder Stellungen des Iran und seiner Verbündeten in Syrien angegriffen.

Die amtliche Nachrichtenagentur Sana zitierte einen syrischen Armeevertreter, demzufolge der Stützpunkt Masseh "nicht das Ziel eines israelischen Angriffs" war.

Unterdessen verdichten sich - wenige Tage vor einem Syrien-Spitzentreffen - die Anzeichen dafür, dass eine blutige Schlacht um die letzte große Rebellenhochburg im Nordwesten des Landes bevorsteht. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte beschossen syrische Truppen zudem täglich Rebellengebiete. Am Freitag hatte die Regierung in Ankara die HTS-Miliz als Terrororganisation eingestuft, wie aus einer Mitteilung im türkischen Staatsanzeiger hervorgeht. Dominiert werden diese von dem Al-Kaida-Ableger Haiat Tahrir al-Sham (HTS), der früheren Al-Nusra-Front. Wegen der fast drei Millionen Zivilisten in der Region warnen Hilfsorganisationen vor einer neuen humanitären Katastrophe. Da die Aufständischen dort keine Ausweichmöglichkeit innerhalb Syriens haben, drohen erbitterte Kämpfe - oder eine Massenflucht in die Türkei.

Comments