Wegen Erben-Streit? Aldi-Nord-Chef hat gekündigt

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Der wahrscheinliche Heußinger-Nachfolger Hufnagel gilt laut "MM" als Architekt eines milliardenschweren Umbauprojekts, mit dem Aldi Nord heller, freundlicher und auch ein Stück weit großzügiger werden will.

Die Geschäftsführung übernehme "bis auf weiteres" Heußingers Stellvertreter Torsten Hufnagel, hieß es weiter.

Der Chef von Aldi Nord, Marc Heußinger (52), gibt überraschend seinen Posten auf, bestätigt das Unternehmen. Zuerst hatte das "manager magazin" von dem Wechsel berichtet.

Essen. Erst im vergangenen Dezember wurde der Vertrag des Aldi-Nord-Chefs Marc Heußinger um fünf Jahre verlängert. Mit dem damals 45-Jährigen hatte Aldi Nord 2011 den Generationswechsel in der Chefetage vollzogen.

Die Kette liegt heute in den Händen von insgesamt drei Stiftungen: der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Zu den Gründen für den Rückzug äußerte sich das Unternehmen nicht. Berthold war der Bruder von Theo Albrecht junior. Außerdem seien die Wachstumsraten des Discounter-Konzerns hinter den Erwartungen geblieben.

Schon lange hätte Heußinger Bedenken geäußert, die Eigentümerfamilien würden ihm nicht mehr das nötige Vertrauen entgegenbringen und seine Entscheidungen anzweifeln, hieß es in den Medienberichten weiter. Vor allem das Angebot an frischer Ware wie Obst und Gemüse sowie an Fleisch und Fisch wird im Vergleich zu den alten Filialen ausgebaut. Etwa 5,2 Milliarden Euro will Aldi Nord insgesamt für "Aniko" ausgeben.

Heußinger war gleich nach seiner Promotion 1998 zu Aldi gekommen, leitete zunächst eine Niederlassung in Nordrhein-Westfalen, bevor er 2009 Mitglied im übergeordneten Verwaltungsrat wurde.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. September 2018 um 11:30 Uhr.

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