Mercedes-Benz - Daimler nimmt Sprinter-Werk North Charleston in Betrieb

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Dort wird der neue Sprinter produziert. Dieses wird künftig ausschließlich die Sprinter-Vans produzieren. Zu Produktionsbeginn mehr als 900 Mitarbeiter. Selbstständige Kleinunternehmer sollen stattdessen über Amazons "Delivery Service Partner Program" die Lieferwagen mit Amazon-Logo mieten und anschließend die Pakete ausliefern.

Drei Jahre nach der Ankündigung und zwei Jahre nach dem Baubeginn hat Mercedes-Benz sein komplett umgebautes und erweitertes Werk North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina in Betrieb genommen. Das neue Werk in North Charleston umfasst eine Gesamtfläche von mehr als 900.000 m2 - eine Verdreifachung der bisherigen Fläche. Zu den Innovationen zählen zum Beispiel selbstfahrende Transportsysteme, die Umstellung auf papierlose, digitale Kommunikation und neue Möglichkeiten des virtuellen Mitarbeitertrainings. Damit wird der Online-Gigant zum größten Kunden von Daimlers Transporter-Sparte.

Mercedes verspricht sich hohe Absatzchancen für den Sprinter auf dem nordamerikanischen Markt.

Bislang wurden die Sprinter für den nordamerikanischen Markt in Deutschland gefertigt. Aufgrund hoher Importzölle wurden diese allerdings in einem aufwändigen Verfahren teilzerlegt (SKD-Bausätze, "semi-knocked-down") und seit 2006 in North Charleston remontiert. Neben den rund 500 Millionen US-Dollar in den neuen Standort North Charleston, fließen in Summe insgesamt 450 Millionen Euro in das Leitwerk der weltweiten Sprinter-Produktion in Düsseldorf sowie in das Sprinter-Werk im brandenburgischen Ludwigsfelde. "Das macht unser neues Werk in North Charleston zu einem zentralen Baustein der Wachstumsstrategie ‚Mercedes-Benz Vans goes global'", sagte Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, anlässlich der Eröffnung. Um den aufwendigen und teuren Import in die USA zu umgehen, haben die Stuttgarter eine halbe Milliarde Dollar in das neue Werk im Süden der USA investiert, wie die "Welt" berichtet.

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