Nordkorea hält zum 70. Gründungstag große Militärparade ab

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Mit einer großen Militärparade hat Nordkorea den 70. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert.

Gast bei der Parade am Sonntag war auch Li Zhanshu, ein hoher Vertreter der chinesischen Regierung. Das galt diesmal auch als Zeichen dafür, dass Staatschef Kim Jong-un auf Provokationen bewusst verzichtete, um die Verhandlungen mit den USA über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm möglichst bald fortsetzen zu können.

Heuer feierte auch Schauspieler Gerard Depardieu mit. 140 ausländischen Journalisten seien für die Berichterstattung zur aktuellen Veranstaltung zugelassen. Mit den Reportern habe der Schauspieler aber nicht sprechen wollen. Die Demokratische Volksrepublik Nordkorea, wie das Land offiziell heißt, wurde 1948 gegründet. Drei Jahre zuvor hatten die Sowjetunion und die USA am Ende des Zweiten Weltkriegs die koreanische Halbinsel aufgeteilt, der Koreakrieg von 1950 bis 1953 zementierte diese Teilung zwischen Nord- und Südkorea. Solche Feierlichkeiten seien "auch Anlässe für den Führer, Erfolge und die nationale Macht zu zeigen und dafür Anerkennung zu bekommen".

Kim Jong-Un hatte sich im Juni mit US-Präsident Trump in Singapur getroffen - anschließend waren die Hoffnungen auf eine Lösung im Atomstreit gestiegen. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen wurden allerdings nicht vereinbart.

Nach Angaben der Agentur waren in der nordkoreanischen Hauptstadt keine Plakate zu finden, die Atomwaffen- und Raketenentwicklungen des Landes rühmen. Seit Jahren versucht die internationale Gemeinschaft, die Führung in Pjöngjang zum Verzicht auf die atomare Aufrüstung zu bewegen.

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