Parlamentswahl in Schweden: Sozialdemokraten bleiben stärkste Kraft

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Schon bei der letzten Wahl 2014 waren die ersten Prognosen ungenau, es gab immense Verschiebungen beim endgültigen Wahlergebnis, so könnten die Schwedendemokraten noch weiter zulegen. Zwar dürften die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stefan Löfven stärkste Kraft bleiben, vorausgesagt wird ihnen jedoch ein Absturz auf 25 Prozent.

Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten kommen der Prognose zufolge auf 19,2 Prozent - damit machen sie die Regierungsbildung extrem schwierig: Keiner der traditionellen Blöcke will eine Koalition mit der für ihre rechtsextremistischen Wurzeln und strenge Einwanderungspolitik kritisierten Partei eingehen. Das bisher schlechteste Ergebnis mit 28,5 % fuhr die Partei bei ihrem Debüt 1911 ein.

Stefan Löfven: Er bezeichnet die Schwedendemokraten als "rassistische Partei". Der Koalitionspartner, die Grünen, bangen um einen Wiedereinzug ins Parlament und liegen nur knapp über der 4-Prozent-Hürde. Erste Exit Polls zeigen die rechtspopulistischen Schwedendemokraten als zweitstärkste Kraft.

Bei der Parlamentswahl in Schweden bangen die Sozialdemokraten um ihre Vormachtstellung. Einer Allianz der vier konservativen und liberalen Parteien wird ebenso wenig eine Mehrheit zugetraut wir Rot-Grün.

Bei der Parlamentswahl in Schweden sind die Wahllokale geschlossen.

Erwartet wird eine schwierige Regierungsbildung.

Der Wahlkampf war auch im traditionell offenen Schweden, das gemeinsam mit Deutschland und Österreich während der Flüchtlingskrise 2015 die meisten Menschen aufgenommen hat, vom Migrationsthema bestimmt worden. Doch schon wer mindestens eine Stunde pro Woche arbeitet, dessen Lohn auch vom Staat bezuschusst werden kann, gilt in dieser Statistik als arbeitend.Zum schwedischen Selbstverständnis des Wohlfahrtsstaates gehört aber, dass jeder seinen Teil beizutragen und in das Sozialsystem einzuzahlen hat, damit ihm in Not geholfen wird. Von 18 Morden allein im südschwedischen Malmö wurde kein einziger aufgeklärt.► Fast täglich liest man von brennenden Autos dort, auch Berichte über Gruppenvergewaltigungen sorgen für Aufsehen. Als ihn beim TV-Duell vor der Reichstagswahl an diesem Sonntag sein konservativer Herausforderer Kristersson mit der Bemerkung verspottete, "Ihr seid eine 24-Prozent-Partei und glaubt, ihr hättet immer noch 50", konterte der Premier trocken wie Knäckebrot: "Wie groß seid ihr denn?"

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