"New York Times"-Bericht: US-Regierung besprach Pläne zum Umsturz in Venezuela"

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Vertreter der US-Regierung haben mit venezolanischen Militärs Pläne zu einem möglichen Sturz von Präsident Nicolás Maduro erörtert.

Das Weiße Haus wollte dem Bericht zufolge Fragen zu den Gesprächen nicht detailliert beantworten. Demnach wurde lediglich die Notwendigkeit eines Dialogs "mit allen Venezolanern, die ein Verlangen nach Demokratie zeigen", betont.

Die Regierung in Caracas verurteilte das Vorgehen der USA umgehend. Venezuela steckt in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise, die Proteste mit gewaltsamen Ausschreitungen und eine Massenflucht in Nachbarländer wie Kolumbien auslöste. Dabei hätten die Militärvertreter Venezuelas die US-Diplomaten aufgefordert, technische Unterstützung für einen Putsch und die Gründung einer Übergangsregierung in Venezuela zu liefern.

Auch die Washington Post und der US-Fernsehsender CNN haben die Nachricht bestätigt. 2,3 Millionen Menschen haben das Land laut UNO bereits verlassen. Außenminister Jorge Arreaza schrieb auf Twitter: "Wir verurteilen vor der Welt die Interventionspläne der Vereinigten Staaten und die Hilfe für Konspirateure im Militär gegen Venezuela".

Maduro beschuldigt regelmäßig die rechtsgerichtete Opposition im Land oder die USA, einen Staatsstreich gegen ihn zu planen. Selbst in US-Medien seien nun "neue und widerliche Beweise" dafür vorgelegt worden. Die Regierung in Washington wies diese Anschuldigung zurück. Der Grund dafür sei gewesen, dass die USA schlechte Erfahrungen mit Unterstützungen von Umstürzen in Lateinamerika hätten.

Die NYT berichtet von Geheimgesprächen mit Dissidenten aus dem venezolanischen Militär.

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