Porsche auf Platz eins: Gebrauchtwagenreport: Deutsche Marken bei jungen Autos vorn

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Dahinter folgen Audi A1 und Toyota Yaris. Das ist ein Ergebnis des neuen Gebrauchtwagenreports der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Mit dem Volvo V40 siegt bei den Kompakten ein Schwede und verweist den Audi A3 und die Mercedes A-Klasse auf die Plätze. Auch insgesamt haben die Prüfer bei den Wagen des Stuttgarter Autobauers neben den Modellen von Audi und Mercedes die wenigsten Mängel gefunden.

Der Audi A6 erklimmt den ersten Platz in der Oberklasse und schlägt die Mercedes E-Klasse und den Audi A7.

GTÜ-Mängelquote Pkw für das 1. Halbjahr 2018. Bei den Vans und Minivans siegt die Mercedes B-Klasse vor dem BMW 2er Active Tourer und dem Toyota Verso. Die übrigen Klassen sehen jeweils Porsche-Modelle ganz vorn.

Bei den Sportwagen und Cabrios ist das Porsches Mittelmotor-Zweisitzer als Boxster (Cabrio) und Cayman (Coupé).

In der Luxusklasse siegt der Panamera vor Audi A8 und BMW 7er. Die Resultate lassen sich im Sonderheft "Auto Zeitung Gebraucht-Report 2019 mit GTÜ-Report" in Zusammenarbeit mit der Testredaktion der "Auto Zeitung" nachlesen. Die Zahl der Autos mit Mängeln ist dabei rückläufig: Aktuell bekamen 62,7 Prozent der von der GTÜ geprüften Autos die Plakette ohne Beanstandung (2017: 61,4 Prozent). Für den Gebrauchtwagenreport, der am Dienstag auf der Frankfurter Messe Automechanika vorgelegt wurde, sind die Ergebnisse von mehr als fünf Millionen Hauptuntersuchungen (besser bekannt als Tüv-Prüfung) ausgewertet worden. So fiel fast ein Drittel (29,6 Prozent) der über neun Jahre alten Autos wegen erheblicher Mängel durch.

Die GTÜ-Prüfingenieure schickten in den ersten sechs Monaten 21,1 Prozent der Autos mit erheblichen Mängeln zurück in die Werkstatt. Das steigende Alter der Fahrzeuge sowie die vernachlässigte Wartung bei den in die Jahre gekommenen Autos dürften die Hauptgründe dafür sein.

Angeführt wird die aktuelle GTÜ-Mängelstatistik von Umweltbelastung (Motorabgase, Ölverlust, Lärmentwicklung etc.) mit 27 Prozent, gefolgt von den Lichtsystemen (24,9 Prozent), der Bremsanlage (14,2 Prozent), Achsen, Räder, Reifen (13,4 Prozent). Relativ selten kommt es dagegen zu Problemen mit dem Fahrgestell (acht Prozent). Die Zahl der Einzelmängel bei den mit Mängeln behafteten Pkw hat in den letzten Jahren weiter zugenommen.

Typische sicherheitsrelevante Einzelmängel bei der Bremsanlage sind verschlissene Bremsscheiben und -trommeln, abgenutzte Bremsbeläge, defekte Bremsschläuche und mangelhafte Bremswirkung.

Und mit dem Prüftermin nehmen es viele auch nicht so genau: Rund 38 Prozent der Autofahrer fuhren mit überzogenem HU-Termin bei der GTÜ vor. Fahrzeuguntersuchungen durchgeführt. Auch für das zweite Halbjahr rechnet die GTÜ mit einem weiteren leichten Wachstum im Prüfgeschäft und geht von einer Gesamtzahl von 4,6 Millionen Hauptuntersuchungen für das Jahr 2018 aus. Bei den HU-Überziehern stellten die Prüfingenieure deutlich mehr Mängel fest, als bei den pünktlich zum Sicherheitscheck erschienen Autos.

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