Tote Schülerin: Neue Durchsuchungen im Fall Peggy

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Dabei seien Personen vernommen worden.

Im vergangenen Jahr hatte sich eine Gruppe von Bürgern aus Lichtenberg mit einem "Hilferuf" an die Öffentlichkeit gewandt. Unter den Unterzeichnern sind Lichtenbergs Bürgermeister Holger Knüppel und mehrere Stadträte. Es gebe keinen neuen Tatverdächtigen. "Es ist derzeit niemand in Haft".

Weitere Details zu dem Einsatz will die Polizei am Nachmittag bekanntgeben. Auch in Polizeigewahrsam befinde sich der Mann nicht. Gegenüber der Bild wollte sich der Mann nicht zu den Vorwürfen äußern.

2004 war Ulvi K. aus dem oberfränkischen Lichtenberg wegen Mordes an dem bis heute verschwundenen Mädchen Peggy verurteilt worden. Einen neuen Tatverdächtigen gibt es laut Polizei aber nicht. Meldungen, denen zufolge der Mann festgenommen worden sei oder gar ein Geständnis abgelegt habe, dementierte Stadter.

Laut Frankenpost war die Polizei am Mittwoch mit einem Großaufgebot in Marktleuthen und Lichtenberg im Einsatz. Auch 17 Jahre nach dem Verschwinden der Neunjährigen gibt der Fall den Ermittlern Rätsel auf. In Lichtenberg waren die Beamten dem Bericht zufolge mit fünf Bussen und mehreren Zivilfahrzeugen unterwegs, um sein Elternhaus und eine ehemalige Werkstatt zu durchsuchen. Polizei und Staatsanwaltschaft waren am späten Mittwochabend für FOCUS Online zunächst nicht zu erreichen. Und vielleicht sogar endlich ihr Mörder gefunden ist. Die wissenschaftlichen Untersuchungen des am Fundort entdeckten Spurenmaterials hätten Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen ergeben, die durch weitere Ermittlungsschritte untermauert worden seien. Am 7. Mai 2001 war die damals neunjährige Peggy auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Dort, wo ein Pilzsammler im Juli 2016 Teile ihres Skeletts entdecke, fanden Ermittler auch DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt.

In Verdacht stand lange Ulvi K., bevor ihn das Landgericht Bayreuth in einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren freisprach, wie auch tz.de* berichtete. Nach Informationen der dortigen Lokalzeitung "Frankenpost" soll es sich bei dem Mann um einen Bekannten von Ulvi K. handeln, der auch in der Vergangenheit schon vernommen worden sei.

Marktleuthen/Lichtenberg. 2001 verschwand das Mädchen Peggy- 17 Jahre später ist einer der spannendsten Kriminalfälle Deutschlands noch immer nicht aufgeklärt.

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